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Die Weitsprungmaedels plus - 2022
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plejadengirl



Anmeldungsdatum: 09.04.2010
Beiträge: 5387

BeitragVerfasst am: Fr 19. Jun. 2026 9:05    Titel: Antworten mit Zitat

Evelyn stellt die Geburtstagsplaene von sich und Kathrin in den Chat. Jekaterina ist sofort begeistert: "Tolle Idee von Euch beiden. Ich wäre gern dabei! Momentan ist bei mir um diese Zeit noch nichts geplant. Es wäre schön, wenn es klappen würde. Silvester konnte ich ja nicht mitfeiern. Ich werde mal Mariia fragen, ob sie Lust hätte." "Super!" freut sich Evelyn. "Und ich schreibe meinen Bruder Tomek an", fügt sie hinzu. Christina gesellt sich wenig später dazu: "Das klingt prima! Auch bei mir steht für diesen Tag noch nichts im Terminkalender. Bei Luca koennte es allerdings anders aussehen; Ich erkundige mich nachher mal bei ihm." "Oh, wäre Wahnsinn, wenn er Zeit hätte", betont Evelyn.

Am Abend stoesst Sandy zur Runde: "Au ja, ein Doppelgeburtstag! Da könnte ich aus diversen Spielebuechern - und nein, ich hab nicht nur welche mit Anregungen für Kids - Ideen raussuchen. Kurzschließen werde ich mich mit Barbara und Sergiu", kündigt sie an. "Letzterer kann ja gleich Regina fragen und Barbara ihren Klemens."

25. Juli

"Happy birthday, liebe Barbara!" wünscht Sandy dem Model. "Vielen lieben Dank!" freut sich Barbara. "Und was Deine Frage von gestern wegen des Doppelgeburtstags betrifft, da sind Klemens und ich uns noch nicht einig", gesteht sie. "Lasst Euch Zeit, eine Weile dauert es ja noch bis dahin", beruhigt Sandy das Geburtstagskind, "und lass Du Dich heute erst mal ausgiebig feiern!"

"Tomek kommt", teilt Evelyn den anderen mit. "Supi!" Lilly freut sich über die schöne Nachricht. "Bei mir wird es auch moeglich sein, gestern war ich mir noch nicht sicher." "Das ist toll!" schaltet sich Renata ein. "Auch Valentin und ich können beide dabeisein", ergänzt sie, "Malika habe ich allerdings noch nicht erreicht. Ich bleibe natürlich am Ball!" verspricht Renata.


26. Juli

"Luca kann auch mit zum Geburtstag. Er hat seine Termine gecheckt; um diese Zeit liegt nichts an, was sich nicht verschieben ließe", bringt Christina den Rest der Gruppe auf den neuesten Stand. "Und sein Talk mit Ben auf Kika geht erst am 28. 09. auf Sendung." "Klasse!" postet Sandy. "Regina kommt ebenfalls, nur bei Sergiu gehts leider nicht", informiert sie die anderen. "Denn vom 23. bis 25. 09. wird er an einem offenen Kaderlehrgang beim TBW-Camp Latein in Pforzheim teilnehmen, wo er neben Franco Formica - der 4 Jahre lang mit Oxana Turniere tanzte, gemeinsam mit ihr 4 Deutsche Profimeisterschaften gewann sowie bei 3 EM und 2 WM der Profis jeweils den 3. Platz belegte - einer der Referenten ist." "Ach, das ist ja schade, dass Sergiu fehlen wird", bedauert Jekaterina. "Aber schön, dass Regina dabeisein kann." "Ja, und um Lenn werden sich dann Khrystyna Moshenska und Marius-Andrei Balan kümmern. Die beiden bilden schon lange ein aeusserst erfolgreiches Tanzpaar, sind in Sergius Tanzclub Schwarz-Weiß Pforzheim und eng mit den Lucas befreundet", erklärt Sandy allen, denen die Namen von Khrystyna und Marius auf Anhieb erst mal nichts sagen. "Barbara und Klemens überlegen noch. Wenn beide kommen, wird ja eine Betreuung für Therese gebraucht. Außerdem erwarten die 2 im November wieder ein Baby, und Klemens ist schon seit Monaten sehr besorgt um Barbara." "OK, dann warten wir erst mal ab", entscheidet Evelyn. "Allerdings ist Barbara sehr fit, und eine Weltreise wäre es für die beiden schließlich auch nicht", setzt sie dann doch hinzu.

27. Juli

Sarah schreibt: "Bei mir ist in puncto Geburtstag alles klar! Ich hatte schon Angst, der Workshop Discofox meets Latin mit Klaus Lustig und mir in Remagen falle auf den 24. 09. Es wird aber der 17. 09. sein, also bin ich mit dabei! Übrigens wollen auch Marta und Pavel kommen." "Das ist cool!" findet Renata. "Und Malika wird Zsolt mitbringen. Das hat sie mir gerade mitgeteilt."

28. Juli

Jekaterina ist happy: "Wir können beide zum Geburtstag kommen, Mariia und ich!" "Wunderbar!" schreibt Evelyn. "Kathrin wusste lange nicht, ob Vadim *und* Max Zeit haben. Es ist jedoch zum Glück beiden möglich mitzufeiern. Und Vadim wird mit Nicole kommen. Als Location geht Franzensdorf klar. Einmal die Tanzschule direkt dort sowie fürs Mittagessen und für die abendliche Party ein Gasthof in der Nähe." "Noch mehr gute Nachrichten!" kommt es von Sandy. "Klemens hat sich endlich auch durchgerungen: Er gibt Barbara grünes Licht, bleibt selbst allerdings zu Hause, um auf Therese aufzupassen." "Jaa!" jubelt Sarah, die Barbara selbst auch gern wiedersehen möchte. "Von wem haben wir jetzt eigentlich noch kein Feedback?" will Lilly wissen. "Da dürfte niemand mehr übrig sein", erwidert Evelyn.

01. August

"Regina tanzt bei der Tour mit", Sandy hat sich auf der RTL-Website informiert. "Klasse", freut sich Sarah. "Außerdem ist Dimitar Stefanin von den Dancing Stars mit von der Partie", bemerkt Sandy. "Auch toll", findet Lilly.

04. August

"Leute, ich habe endlich eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis für Deutschland", berichtet Jekaterina. "Das hat echt lange gedauert", postet Evelyn, "aber
Glückwunsch, dass es schließlich geklappt hat!" Jekaterina bedankt sich.

05. August

"Kathrin schlägt vor, dass wir im Gasthof Ludl in Groß-Enzersdorf - das ist der Hauptort der Gemeinde, zu der Franzensdorf gehört - sowohl feiern als auch übernachten können", benachrichtigt Evelyn die übrigen Gruppenmitglieder. "Es wird dort ein Mittagessen sowie abends ein Bufett geben", erzählt sie weiter. "Ausserdem haben Kathrin und ich beschlossen, uns zum Geburtstag gegenseitig zu überraschen. Wir wissen beide nur, welcher Art allgemein diese Überraschung ist. Das verraten wir Euch jetzt natürlich auch noch nicht." "Da bin ich ja wirklich gespannt", schreibt Sarah.

06. August

"Mir ist gerade etwas eingefallen", postet Renata. "Isabel hat mir mal ein Wurfspiel namens Moelkky vorgestellt. Das könnten wir beim Geburtstag spielen. Alles dafür Nötige koennen wir im voraus selbst herstellen. Es gibt auch 'schnelle' Indoorvarianten davon - für den Fall, dass uns das Wetter nicht ganz so hold sein sollte. Vielleicht können wir Bastelteams bilden, darueber denke ich noch nach." "Ja", meint Jekaterina, "das mit dem Spiel klingt toll! Aber zum gemeinsamen Basteln sollten alle am gleichen Tag Zeit haben. Das wird schwierig", gibt sie zu bedenken. "Es könnten sich ja jeweils 3 Leute zusammentun", schildert Renata, "beispielsweise einerseits Valentin, ich und wer immer noch möchte." "Na, ich", meldet sich Evelyn sofort. "Unser Team hat sich doch bestens bewährt beim Gestalten der Silvesterdeko. Und ich wohne ja in Düsseldorf wie Ihr, da kann man sich auch mal zwischendurch treffen." "Super, dass Du wieder mitmachst!" kommt es von Renata. "Vielleicht kann Kathrin ja mit Max und Vadim das Team Wien bilden." "Gute Möglichkeit", erkennt Evelyn an, "ich schreibe Kathrin heute noch. Kommt Moelkky eigentlich aus Schweden?" erkundigt sie sich. "Nein", entgegnet Renata, "aber aus dem benachbarten Finnland. Ein paar Infos zum Spiel stelle ich Euch demnächst rein", verspricht sie noch.

07. August

"Kathrin hat fürs Basteln der Moelkky-Utensilien zugesagt", berichtet Evelyn. "Team Wien wird aus ihr, Vadim und Max bestehen. Den Einkauf des Baumaterials übernimmt sie selbst. Im Team Duesseldorf sind Renata, Valentin und ich. Fürs Besorgen von Rundholz und Co. ist hier Valentin zuständig."

08. August

"Heute hat Otlile Geburtstag", erinnert Sandy die anderen. "Ich gratuliere ihr nachher auf Facebook." "Ich auch", versichert Evelyn. "Jetzt gibt's aber erst mal News von Kathrin. Im Gasthof Ludl laeuft der Check-in ab 15 Uhr. Wer möchte, kann also schon am Freitag, dem 23. 09., anreisen. An diesem Tag gibt es kein gemeinsames Abendessen; Ihr dürft aber gerne etwas von der Abendkarte bestellen. Samstag- und Sonntagmorgen steht ein Frühstücksbufett zur Verfügung. Das Mittagessen ist dann wieder a la carte. Wer besondere Wünsche hat, teilt dies bitte dem Personal mit. Abends zur Party - diese könnte im Saal für bis zu 30 Personen oder auch in der historischen Weinlaube (die bietet mehr Platz) steigen - duerft Ihr Euch erneut am Bufett bedienen. Feste Zusagen für die Übernachtungen braucht Kathrin bitte bis 16. 09., das wäre genau eine Woche davor. Übrigens können wir, wenn es das Wetter zulässt, auch im Gastgarten feiern", schließt Evelyn.

09. August

"Hallo, hier sind die versprochenen Infos über Moelkky, zumindest einige", kündigt Renata an. "Das Witzige ist, dass unbegrenzt viele Personen mitspielen können. Außerdem sind scharfes Nachdenken, ein bisschen Rechnen und Geschicklichkeit beim Werfen gefragt. Erlaubt ist buchstäblich jede Wurftechnik. Als Spielmaterial werden ein zylinderförmiges Wurfholz, das etwa 25 cm lang und um die 55 cm dick ist, sowie insgesamt 12 Spielhoelzer mit je ungefähr 15 cm Länge benötigt. Die Spielhoelzer sind an der oberen Seite abgeschrägt und mit den Zahlen von 1 bis 12 beschriftet, deren Wert den erzielten Punkten entspricht. Ob Ihr das Bemalen und Beschriften auf ganz einfache Weise oder kunstvoll vornehmt, bleibt Euch überlassen. Ratsam ist es, die Hölzer zum Schluss mit Holzsiegel, einer umweltfreundlichen Imprägnierung, zu versehen. So können ihnen weder Wasser noch Staub oder Erde etwas anhaben. Gespielt wird nicht in Teams, sondern jeder Spieler, jede Spielerin geht einzeln an den Start. Ziel ist es, beim Werfen genau (!) 50 Punkte zu erzielen, nicht mehr und nicht weniger. Es werden die Punkte der einzelnen Wuerfe pro SpielerIn addiert. Wer die 50 Punkte erreicht, gewinnt, und das Spiel ist damit beendet. Erzielt jemand mehr als 50 Punkte, fällt er oder sie auf 25 Punkte zurück. Danach ist die nächste Person an der Reihe. Wenn übrigens mehr als ein Holz umfällt, wird nur die Anzahl dieser Hölzer berücksichtigt, die Punkte werden nicht zusammengezaehlt. Bei einem Fehlwurf - also wenn alle Hölzer stehenbleiben - gibt es 0 Punkte. Wer 3 Fehlwuerfe in Folge hat, muss das Spiel verlassen. - Mehr zu Moelkky erfahrt Ihr in ein paar Tagen."

10. August

" Hi, Ihr Lieben", grüßt Evelyn, "ich habe wieder ein paar Nachrichten von Kathrin. Check-in im Gasthof Ludl ist von 15 bis 21 Uhr möglich, Check-out bis 10.30 Uhr. Was die Zimmer anbelangt, habt Ihr die Auswahl zwischen solchen mit Doppelbett, mit Doppelbett und Bettcouch sowie mit Einzelbett und Bettcouch. Die spannende Frage, wer mit wem ins Zimmer geht, sollte bitte bis zum 16. 09. geklärt sein", mahnt Evelyn ein weiteres Mal.

11. August

Sandy ist mit einigen Spielideen zur Stelle. "Moelkky halte ich für eine super Idee. Bei der Party koennten wir uns aber z. B. auch bei 'Münze unter dem Tisch' oder einer LD-Version von 'Rübe, Rübe, Rübe' vergnügen. Ein anderes Spiel ist etwas aufwendiger in bezug auf die Vorbereitung, dafür macht es Riesenspass. Da koennte ich 2 oder 3 Personen zur Unterstützung gebrauchen. Die beiden Geburtstagskinder sind allerdings ausgenommen. Alles weitere bespreche ich dann mit meinem HelferInnen."

12. August

"Hi Sandy, also die Spiele kenne ich alle nicht, aber Mariia und ich würden Dir beim Basteln helfen. Wann bist Du denn in München?" erkundigt sich Jekaterina. "Ab nächster Woche, und ich bleibe bis Ende des Monats", gibt Sandy Auskunft. "Eine knappe Woche vorm Doppelgeburtstag gehts wieder nach Germany. Und die Kids werden dann das Wochenende in Hannover verbringen." "Alles klar, da finden wir bestimmt einen Tag, an dem wir alles vorbereiten können", gibt sich Jekaterina optimistisch.

13. August

"Kathrin hat mir noch einiges vorgeschlagen, das wir zusammen unternehmen könnten", bemerkt Evelyn. "Klar, der Besuch von Doubledance gehört dazu, und wer möchte, kann sich dort auch selbst tänzerisch ausprobieren sowie Monika in ihrem Atelier ueber die Schulter gucken. Für Moelkky finden wir im Stadtmauerpark eine geeignete Fläche. Groß braucht diese ja nicht zu sein; 10 mal 15 Meter reichen bereits aus. Dem Stadtpark, der Hildegard von Bingen gewidmet ist, sowie der Pfarrkirche Franzensdorf können wir ebenfalls einen Besuch abstatten. Ebenso bietet sich der Naturtraumraum Muehlleiten an, aber wir sollten ueberlegen, inwieweit das alles in unseren Zeitplan passt. Abends feiern wollen wir ja schließlich auch noch. Kathrin, Vadim und Max werden ausserdem einiges Wissenswerte ueber die Geschichte der heutigen Gemeinde Groß-Enzersdorf erzählen."


14. August

" Das klingt nach einem aktiven Wochenende", meint Renata. "Dazu passt ja der 2. Teil meiner Moelkky-Infos recht gut. Die duerften interessant für die Bastelteams sein, aber auch für Leute, die sich ein solches Spiel später mal selbst bauen möchten. Also die insgesamt 13 Rundhoelzer sollten glattgeschliffen werden. Dadurch liegen sie angenehmer in der Hand, und Ihr lauft keine Gefahr, Euch Splitter einzureissen. Beschriften koennt Ihr die Spielhoelzer auf der abgeschraegten Seite, vielleicht mit Acrylfarbe oder auch in Brandtechnik. Wenn Ihr moegt, könnt Ihr auch das Wurfholz verzieren. Das von mir schon erwähnte Holzsiegel wird anschließend aufgebracht. Die Anordnung der Spielhoelzer ist festgelegt:

7 - 9 - 8
5 - 11 - 12 - 6
3 - 10 - 4
1 - 2

Die Spielhoelzer berühren einander und zeigen jeweils mit der Zahl in Richtung der Wurflinie. Letztere sprüht Ihr mit Kreidespray etwa 3 bis 4 m von den Hölzern 1 und 2 auf."

15. August

"Das ist ja wirklich eine geballte Ladung an Informationen", stellt Lilly erstaunt fest. "Aber eine ausreichende Vorbereitung ist natürlich extrem wichtig, damit später alles glattgeht. Übrigens sind Sarah und ich uns schon einig geworden, dass wir beide zusammen ein Zweibettzimmer - also Einzelbett und Couch - nehmen." "Mariia und ich können gern in ein Doppelzimmer ziehen", meldet sich Jekaterina. "Bin ja sehr gespannt auf die Parks, insbesondere den Kraeutergarten und die Aromapavillons", fuegt sie hinzu. "Und zur Bastelstunde am 27. dieses Monats habe ich Mariia und Sandy in meine Münchener Wohnung eingeladen", informiert sie die Gruppe zum guten Schluss.

17. August

"Es ist lediglich Spekulation von seiten des Stadtportals ludwigshafen24", meldet sich Christina, "aber Daniela & Lucas - im Moment ist nicht mal klar, ob überhaupt jemand von den beiden teilnimmt - koennten in der neuen Staffel gegeneinander antreten." "Das hatten wir noch nicht, oder?" vergewissert sich Lilly. "Genau, es gab bisher kein Promi-Ehe-Duell bei LD. Nur 2 Brüder konkurrierten 2018", weiß Renata, "das war in Valentins und meiner 1. Staffel." "Die Lochis", erinnert sich Sarah, "leider wollte RTL mich damals nicht für die Show." "Mich auch nicht", bemerkt Christina, "angeblich waren zu viele große Promimänner am Start, so dass es für mich niemand Passenden gegeben haben soll. Das halte ich bis heute für eine Ausrede."
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plejadengirl



Anmeldungsdatum: 09.04.2010
Beiträge: 5387

BeitragVerfasst am: Mi 01. Jul. 2026 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

19. August

"Luca und ich beziehen, soweit möglich, ebenfalls ein Doppelzimmer", schreibt Christina. "Wahrscheinlich reisen wir tatsächlich bereits Freitagnachmittag an. Sandys Spielvorschlaege haben mich neugierig gemacht. Und natürlich möchte ich auch im Doubledance die Gelegenheit zum Tanzen nutzen", ergänzt sie. "Ich freue mich genauso aufs Tanzen, aber darüber hinaus auch auf Monikas modische Kreationen", wirft Evelyn ein. "Das Zimmer würde ich gern mit meinem Bruder teilen. Christina, wird Luca bei der Party singen?" "Vielleicht", erwidert die Profitaenzerin geheimnisvoll mit Pssst-Emoji.

20. August

"Hallo meine Süßen, die Zimmerbelegung wird ja schon heftigst diskutiert", stellt Renata fest. "Ist noch ein Doppelzimmer für Valentin und mich frei? Falls nicht, kanns auch eines mit Einzelbett & Couch sein (lassen sich ja gegebenenfalls zusammenruecken, hihi). Team Düsseldorf wird sich übrigens am 10. 09. bei uns zu Hause zum Moelkkybasteln treffen. Valentin hat 6 Rundhoelzer, ein Set Acrylfarben und eine Dose Kreidespray erstanden. Schleifpapier, Pinsel und Holzsiegel haben wir ohnehin zu Hause gehabt. Die WienerInnen haben sich noch nicht auf einen Termin zum Bauen geeinigt. Kathrin hat allerdings ebenfalls Rundhoelzer gekauft, und zwar 7 inclusive des Wurfholzes. Dazu Holzsiegel und Schleifpapier. Farben braucht Team Wien keine, sie haben die Brandtechnik gewählt. Einen Brennstift mit mehreren auswechselbaren Brennaufsaetzen hat Vadim bereits bei sich zu Hause."

21. August

"Hallihallo, es wäre super, wenn der Gasthof auch das eine oder andere pflanzliche Gericht auf der Karte haette", postet Sandy. "Ach ja, Barbara, Regina und ich nehmen gern ein Dreierzimmer. 3 Engel für Sergiu quasi", setzt sie hinzu und fuegt einen Smiley mit Heiligenschein an. "Danke Dir", kommt es von Evelyn. "Ja, Dreierzimmer sind noch frei. Deine andere Frage gebe ich an Kathrin weiter. Aber ich denke, sie sind flexibel im Gasthof. Ich kann auch gleich mit nach Virgin Cocktails fragen. Die interessieren sicher nicht nur Barbara und Jekaterina", fällt Evelyn noch ein.

Noch am gleichen Tag beruhigt Evelyn Sandy mit der Nachricht, dass für den Gasthof Ludl weder tierfreie Speisen noch Cocktails ohne Alkohol ein Problem darstellen. "Mega!" freut sich Sandy.

23. August

"Marta und Pavel haben sich für ein Zimmer mit Einzelbett und Couch entschieden", teilt Sarah der Runde mit. "Beide wollen Freitagabend einchecken und wuerden im Doubledance gern als Coaches für Tanzinteressierte fungieren. Weiterhin möchten sie bei der Party, wenn möglich, einen ihrer Showtaenze zeigen." "Das ist super, da finden sich bestimmt in beiden Fällen auch Gleichgesinnte", vermutet Christina.

24. August

"Vadims Freundin Nicole ist schon mal am Tanzworkshop interessiert und möchte gern mit Marta Equality ausprobieren", berichtet Evelyn. "Prima", findet Renata, "und ich hab jetzt endlich die Zusage von Malika und Zsolt. Sie wählen das Doppelzimmer. Einen Showtanz für die Party steuern sie wahrscheinlich auch bei, sie wissen nur noch nicht, welchen."

25. August

"Team Wien bastelt am 03. 09. für das Moelkkyspiel", gibt Evelyn bekannt, "und zwar bei Kathrin und Max zu Hause." "Und übermorgen steigt bei mir die Bastel-Party", schreibt Jekaterina. "Was Sandy, Mariia und ich an Material und Werkzeugen dafür benötigen, haben wir bereits zusammengetragen." "Das klingt nach einer spannenden Sache", urteilt Sarah.

26. August

"Malika und Zsolt haben sich entschieden: Sie werden bei der Geburtstagsparty keine ihrer Kueren, sondern die Rumba zu 'Your song' von Elton John präsentieren", diese Nachricht stellt Renata in die Gruppe. "Das hat doch Malika letztes Jahr mit Mickie getanzt", entsinnt sich Christina. "Bin gespannt, wie sie die Musikvorlage mit Zsolt umsetzen wird."

27. August

Basteltag bei Jekaterina

Als Sandy gegenüber Jekaterina und Mariia vor ziemlich genau 2 Wochen das Geheimnis um das Partyspiel, für das einiges an Vorbereitung notwendig sei, gelüftet hatte, waren die beiden Profitaenzerinnen sofort Feuer und Flamme gewesen. "Es geht um das Spiel Schlüsseltanz", hatte Sandy ihnen verraten. "Dafür werden unter anderem 2 Schatztruhen gebraucht, für jedes Geburtstagskind eine. Zum Teil kann man solche Truhen kaeuflich erwerben. Doch Selberbauen macht einfach mehr Spaß und ist persönlicher, finde ich." Die Girls hatten daraufhin im Internet gestöbert und Bauanleitungen für die verschiedensten Arten und Formen von Schatzkisten gesichtet. Für besonders passend und stabil hielten sie schließlich eines der hölzernen Exemplare. Dazu traf es sich gut, dass in Jekaterinas Keller vom Einzug und von der anschließenden Renovierung her noch diverse Holzbretter schlummerten, die man sicherlich für den Truhenbau wuerde nutzen können. Naegel, Schleifpapier, bordeauxfarbenen Stoff in Samtoptik sowie Abdeckfolie zum Schutz des Fußbodens und des Tisches hatte Jekaterina ebenfalls im Haus gehabt. Acrylfarben, Pinsel, diverse Aufkleber und sonstiges Dekomaterial hatte sie in einem Münchener Einrichtungsmarkt gekauft, ebenso wie 6 Vorhängeschloesser mit je 1 Schlüssel sowie 2 Metallketten.

Am heutigen Samstag gegen 11 Uhr treffen sich die 3. Bis zum Beginn der gesetzlich vorgeschrieben Mittagsruhe um 13 Uhr wollen sie mit dem Zurechtsaegen der Bretter sowie mit den Nagelverbindungen fertig sein, um Jekaterinas Nachbarschaft nicht zu belästigen. Von den Brettern aus ihrem Keller hat sie bereits einige geeignete ausgewählt. Zusammen mit Mariia und Sandy saegt sie diese nun auf folgende Maße zurecht:
2 * Boden: 28,5 cm * 15 cm
2 * Deckel: 28,5 cm * 15 cm
2 * Vorderwand: 28,5 cm * 16,5 cm
2 * Rückwand: 28,5 cm * 16,5 cm
2 * Seitenwand links: 16,5 cm * 15 cm
2 * Seitenwand rechts: 16,5 cm * 15 cm

Gemeinsam kleben sie die Bretter mit Holzleim zu 2 Truhen zusammen und warten die Trocknungszeit ab. Während dieser serviert Jekaterina mexikanischen Schichtsalat in Gläsern sowie kleine Suesskartoffelwraps. Dazu und auch zu den weiteren Mini-Köstlichkeiten, die sie für die Wartezeiten vorbereitet hat, stehen Wasser und verschiedene Säfte auf dem kleinen Couchtisch bereit. Sandy braucht sich übrigens keine Gedanken über mögliche tierische Zutaten in den Snacks zu machen; alle Speisen sind rein pflanzlich. Darüber hinaus sehen sich die Ladies in den Pausen einige von Jekaterina aufgenommene LD-Taenze aus verschiedenen Specials an. Gerade erfreuen sie sich zum Beispiel am Titanic-Freestyle von Sila und Christian aus dem Finale der 6. Staffel. Die beiden waren schließlich auf dem 2. Platz hinter Manuel und Melissa gelandet. Jekaterina selbst hatte in dieser Staffel debütiert und sich an der Seite des Ex- Bachelors Paul Rang 3 ertanzt. "Melissa und Christian moechte ich gerne bei LD wiedersehen", wünscht sie sich, und die beiden anderen stimmen ihr zu.

Zurück am Basteltisch stabilisieren die Mädels die Klebverbindungen zusaetzlich mit Hilfe von Nägeln und glaetten alle Flächen der Truhen mit Schleifpapier. Anschließend geht es ans Bemalen: Eine Schatzkiste wird gelb, die andere grün gestrichen. Während die Farbe trocknet, gibt es wieder kleine Leckereien, diesmal Fajitas (hier bestehen sie aus einer Gemüsemischung auf Weizentortillas) sowie Taboulehsalat. Auf dem Bildschirm flimmert unter anderem Alex' und Isabels Quickstep zu You can't hurry love. "Das war so ein Kam-sah-und-siegte-Tanz", erinnert sich Jekaterina. "Sein erster Auftritt in der Show. Da ahnte ich schon: Der Typ startet durch und holt den Pokal. Ich selbst hatte ja kein Glück damals mit Patrice; wir wurden in der 1. Sendung rausgekickt. Er war wohl überfordert mit dem Trainingspensum, hatte sich alles einfacher vorgestellt."

Später werden auf die Truhen Details wie silberfarbene Beschläge und Verzierungen sowie der Anfangsbuchstabe des Vornamens des jeweiligen Geburtstagskindes aufgemalt. Die gelbe Schatzkiste erhält von Sandy ein dunkelblaues E, die grüne schmueckt Mariia mit einem roten K. Erneut wird Zeit zum Trocknen benötigt. Auf die 3 Bastlerinnen warten vegane Fischstaebchen sowie ein Mango-Paprika-Salat. Mariia erkundigt sich nach dem Rezept für die Stäbchen. "Grundlage ist Tofu", antwortet Jekaterina. "Die Marinade setzt sich aus einem zerkleinerten Noriblatt - diese Algenblaetter kennst Du bestimmt vom Sushi -, Wasser, Reisessig, Tamari - einer glutenfreien Sojasauce -, Leinöl und Knoblauchpulver zusammen. Die Stäbchen werden nach dem Marinieren in einem Mix aus Maisstärke, Hefeflocken, Salz und Pfeffer gewälzt, danach in Sojamilch oder eine andere pflanzliche Milch getaucht und zum Schluss in Paniermehl gewendet. Gebraten werden sie in normalem Pflanzenoel; ich habe Rapsöl genommen. Wenn Du magst, schicke ich Dir das ausführliche Rezept mal über WhatsApp", bietet Jekaterina Mariia an. "Das kannst Du gern tun", meint letztere, "lieben Dank!" "Für mich bitte auch eines", meldet sich Sandy, "ich habe bisher nur fertige Staebchen probiert und mich noch nicht ans Selbstmachen gewagt." "Natürlich bekommst Du das Rezept auch", versichert Jekaterina, und Sandy dankt ihr. Aus dem Jahr 2015 gibt es neben anderen Tänzen Beatrices und Vadims Memory-Walzer zu bewundern. "Der war richtig schön", schwärmt Jekaterina. "Schade, dass für die 2 die Tanzreise bereits nach der 6. Show endete. Matthias und ich schafften es bis ins Finale. Gegen Ende des Freestyles verletzte ich mich leider. Wir wurden Dritte, mussten uns Hans und Kathrin - die letztlich gewannen - sowie Minh-Khai und Massimo geschlagen geben."

Ein weiterer Trocknungsvorgang ist inzwischen abgeschlossen. Nun peppen die Girls die Truhen mit thematisch passenden Aufklebern und anderem Dekomaterial wie Muscheln, Seesternen, Perlen, Palmen, Ankern oder Schiffsflaggen auf. Die Buchstaben E und K zeichnen sie nach, indem sie Glitzersteine darauf kleben. Jekaterina, Mariia und Sandy ziehen alle Deko-Register; nur auf Totenkoepfe, gekreuzte Knochen und sonstigen Gruselkram verzichten sie erfreulicherweise. Während die Verzierungen trocknen, verwöhnt die Gastgeberin sich und ihre Mitstreiterinnen mit Linsen-Taquitos sowie mit Pakoras. Bei letzteren handelt es sich um Gemüsepuffer nach indischer Art, hier in einer Version mit Karotten und Kartoffeln. Sandys und Sergius ergreifender Contemporary zu California dreaming ist soeben zu sehen. "Das habt Ihr prima gemacht", lobt Jekaterina. "Leider seid Ihr noch vor Julius und mir ausgeschieden." "Danke für die Blümchen! Aber das war einfach eine durch und durch seltsame Staffel", wirft Sandy ein. "Da hast Du recht", bekräftigt Jekaterina, "und zwar in mancherlei Hinsicht."

Die 3 kleiden die Truhen aus, indem sie die Innenflaechen mit dunkelrotem, samtaehnlichem Stoff bekleben. Auch nach diesem Arbeitsgang ist Zeit zum Trocknen nötig. Jekaterina reicht Bohnenbällchen sowie Kartoffelspiralen mit Guacamole. Aus der Jubiläumsstaffel hat sie unter anderem einen Tanz in eigener Sache herausgesucht. Nach dem Kennenlernshow-Quickstep zum Klassiker Sunny in der Ella-Fitzgerald-Fassung - getanzt von ihr, Sarah und Isabel sowie Bastiaan, Gil und Maximilian - wurde innerhalb der Gruppe verpaart: Isabel bekam Maxi, Bastiaan tanzte mit Sarah, und ihr selbst wurde Gil zugeteilt. Mit diesem fuhr sie ihren ersten Let's-Dance-Sieg ein. Was sich später rund um den Sänger, Gitarristen und ehemaligen Teeniestar abspielen wuerde, konnte damals weder sie noch irgend jemand anders ahnen. Und jetzt ist auch nicht der richtige Zeitpunkt, um darüber nachzudenken, findet sie.

Die Girls umschließen nun jede der Truhen mit einer Metallkette und sichern das Ganze mit 3 Vorhaengeschloessern. Auf der Geburtstagsparty werden sich Kathrin und Evelyn die (mit der Farbe der zugehörigen Schatzkiste gekennzeichneten) Schlüssel ertanzen müssen, wenn sie an den Inhalt ihrer jeweiligen Truhe gelangen wollen. Sie fragen nach (!) jedem Tanz ihre TanzpartnerIn: "Hast Du einen grünen (gelben) Schlüssel?" Bei Ja gibt die angesprochene Person ihnen den Schlüssel, und sie können eines der Schloesser oeffnen. Wer zuerst alle 3 Schloesser geoeffnet hat, gewinnt. Doch eigentlich werden beide Siegerinnen sein. Weshalb, wird sich bei der Geburtstagsparty herausstellen.

Nachdem die 3 ihre Arbeit beendet und gemeinsam aufgeräumt haben, gibt es noch selbstgebackene Muffins von Jekaterina in den Geschmacksrichtungen Schoko-Kirsch, Banane-Haferflocken, Apfelmus sowie Blaubeere und dazu wahlweise Kaffee oder Tee. "Evelyn und Kathrin werden sich bestimmt über die Truhen freuen", ist sich Mariia sicher. "Und ueber deren Inhalt ganz besonders", ergänzt Sandy.

8 Schatztruhen-Bauanleitungen - nicht nur für Kids: https://plantvibes.com/blogs/schatztruhe-eine-wunderbare-idee-zum-verschenken/8-lustige-und-einfache-schatztruhen-bastelideen-fur-kinder
Schlüsseltanz: https://www.geburtstags-guru.de/partyspiele1/
vegane Snacks: https://biancazapatka.com/de/rezepte/snacks/page/4/
vegane Muffins: https://veggie-einhorn.de/rezepte/vegan-backen/muffins/

28. August

Sandy, zurück von der Bastelaktion bei Jekaterina, stellt den anderen im Chat das Spiel "Ruebe, Ruebe, Ruebe" vor: "Dieses ist leider nicht im Net zu finden. Deshalb habe ich versucht, die Spielregeln kurz zusammenzufassen. Schnelle Reaktion ist hier das A und O. Richtig Spaß macht das Spiel erst ab etwa 8 Beteiligten; es ist jedoch auch in einer kleineren Runde möglich. Jede teilnehmende Person gibt sich zuerst einen möglichst kurzen Namen (Spielnamen) und nennt ihn laut vor den anderen. Klar, dass sich das Spiel am Doppelgeburtstag nicht um Gemüsearten, sondern um LD drehen wird. Es muss sich nicht um Personenbezeichnungen handeln, d. h., jemand kann sich beispielsweise auch 'Jive' nennen. Wer beginnt, wird ausgelost. Die 1. Person sagt einen der Spielnamen, also z. B. 'Jive, Jive, Jive'. Die Person, deren Name aufgerufen wird, sollte es während dieser Zeit schaffen, selbst ihren eigenen Spielnamen mindestens 1mal zu nennen. Gelingt es ihr, ist wieder die 1. Person dran. Sie ruft den gleichen oder einen anderen Spielnamen 3mal, also etwa 'Treppe, Treppe, Treppe'. Sagt die angesprochene Person ihren Spielnamen innerhalb dieser Zeit nicht, macht eben diese weiter und nennt 3mal einen Spielnamen. Das Spiel kann beliebig oft gespielt werden, ein richtiges Ende gibt es nicht. Man kann aber z. B. jeder Person, die es geschafft hat, ihren eigenen Namen innerhalb der gegebenen Zeit zu rufen, einen Punkt geben, und wer zuerst 10 (20,...) Punkte erzielt, hat gewonnen. "Klingt spannend", urteilt Lilly, "aber auch kompliziert." "So schwierig ist es nicht", versichert Sandy, "man sollte eben 'nur' rasch reagieren können."


Zuletzt bearbeitet von plejadengirl am Do 02. Jul. 2026 22:52, insgesamt einmal bearbeitet
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plejadengirl



Anmeldungsdatum: 09.04.2010
Beiträge: 5387

BeitragVerfasst am: Do 02. Jul. 2026 9:59    Titel: Antworten mit Zitat

30. August

Evelyn hat von Kathrin die Anreisedaten erfahren. "Hi, Ihr! Den Anfang wird in der Tat Luna machen: Bereits Freitag zwischen dem Eincheckbeginn (15 Uhr) und 16 Uhr wollen Christina und Luca am Gasthof Ludl ankommen. In der Zeit von 16 bis 17 Uhr treffen voraussichtlich Malika und Zsolt dort ein. Regina teilt sich ihr Auto mit Marta und Pavel; die 3 bilden die Fahrgemeinschaft Karlsruhe und werden ebenfalls zwischen 4 und 5 dasein. Lilly folgt etwa zwischen 17 und 18 Uhr. Gegen 19 Uhr plus/minus gesellt sich Team Düsseldorf, erweitert um Sarah und mein Bruderherz, per Zug und Oeffis dazu. Sandy reist voraussichtlich um die gleiche Zeit aus Hannover an, weil sie ihre Kinder mal wieder von Amira und Oliver beaufsichtigen laesst. Zwischen 20 und 21 Uhr rollen Jekaterina und Mariia an. Auch Barbara wird etwa in diesem Zeitraum in Groß-Enzersdorf eintrudeln. Die Wiener Community, bestehend aus Kathrin, Nicole, Vadim und Max, kommt Samstagmorgen, ungefähr um 9 Uhr. Sie übernachten ja jeweils bei sich zu Hause."

31. August

Lilly hat Evelyns Info gelesen und reagiert sogleich:" Hallo Evelyn, mir fällt gerade ein, dass diejenigen, die Freitag anreisen, zusammen nach dem Einchecken und eventueller Ausruhzeit in der näheren Umgebung etwas unternehmen könnten. Natürlich nur, wer möchte. Ich würde gern mitgehen, falls es nicht zu spät wird." Es dauert nicht lange, bis Christinas Antwort kommt: "Super, Team Luna ist dabei!" "Schön", findet Renata. "Für die Düsseldorf-Fraktion wird es zu spät, schade", gibt sie zu bedenken. "Aber vielleicht haben Malika und Zsolt Interesse; sie sind ja schon Freitagnachmittag da. Ich fühle mal bei Malika vor", verspricht sie. "Und ich frag Regina", bietet Sandy an, "sie kann sich dann gleich bei Marta und Pavel erkundigen."

1. September

Christina schlägt vor: "Wir könnten Freitagabend vor dem Geburtstag den Stadtpark von Groß-Enzersdorf besuchen, von dem uns Evelyn erzählt hat und der im Zeichen Hildegard von Bingens steht. Luca und ich sind schon mal echt gespannt darauf." "Regina kommt mit Euch mit", informiert Sandy die übrigen aus der Gruppe, "Marta ebenfalls. Nur Pavel möchte lieber im Gasthof bleiben. Regina hatte übrigens anfangs Zweifel, da ja Freitag noch keine Ortskundigen am Start sind. Aber weil sie prinzipiell Lust auf einen kleinen Ausflug hat, gab sie schließlich ihr OK." Renata teilt den anderen mit: "Malika und Zsolt ziehen es vor, frühzeitig schlafen zu gehen, damit sie für Samstag fit sind." "Das muss man respektieren", raeumt Christina ein. "Übrigens ist der Stadtpark durchgehend geöffnet. Also können es sich die Spaetankoemmlinge durchaus noch mal überlegen, ob sie sich uns anschließen möchten."

3. September

Team Wien im Moelkky-Fieber

Kathrin und Max erwarten heute Nachmittag lieben Besuch. Vadim möchte den beiden beim Fertigstellen der Wurf- und Spielhoelzer für Moelkky zur Hand gehen. Gegen 14.30 Uhr trifft Kathrins langjähriger Tanzpartner und nach wie vor guter Freund ein. Nach einem kleinen Imbiss mit Brombeer-Brennnessel-Fruechtetee made by Max und leckeren Haferkeksen aus der Backstube von dessen Freundin - "aber nach dem Rezept von meiner Omi", wie Kathrin unterstreicht - geht es ans Bastelwerk. Die Spielhoelzer und das Wurfholz hat Kathrin bereits laengenmaessig fast passend gekauft. Lediglich ein kleines Stück ist jeweils abzusaegen, und die Spielhoelzer sollen oben noch die Abschraegung erhalten, auf der später die Zahlen 1 bis 6 aufgebrannt werden. Vor einigen Tagen ist Team Wien mit den DuesseldorferInnen uebereingekommen, dass sich letztere den Hölzern 7 bis 12 widmen. Das wird in genau einer Woche geschehen. Max hat die Hölzer bereits ausgemessen und an der gewünschten Länge angezeichnet. Kathrin und Vadim beginnen kurz nach 3 mit dem Zusaegen. Kathrin markiert anschließend die Abschraegungen. Dem Saegen dieser Flächen wendet sich Max zu. Auf ausreichenden Arbeitsschutz achtet das Trio selbstverständlich.

Am darauffolgenden Glattschleifen der insgesamt 7 Hölzer beteiligen sich alle. Nun sollen in Brandmalerei die Spielhoelzer mit den Zahlen versehen werden. Vadim packt den mitgebrachten Brennstift aus, wählt einen Brennaufsatz mit mittelstarker Spitze, schließt das Gerät an und schaltet es ein. Sorgfältig prüft er an einem der beim Saegen übriggebliebenen Holzteile, ob die richtige Brenntemperatur erreicht ist. Es sind mehrere Versuche nötig, bis er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Das Einbrennen der ersten beiden Zahlen übernimmt er selbst. Kathrin folgt mit der 3 und der 4. Die Schaefte "ihrer" Hölzer verziert sie jeweils mit einer kleinen Blume. Max bringt die Zahlen 5 und 6 auf. Wie Vadim sieht er von zusätzlichen Dekorationen der Spielhoelzer ab. Er kann es sich jedoch gut vorstellen, das Wurfholz mit einer eingebrannten Blattranke zu verschönern, und teilt dies den anderen auch mit. "Dann mach das bitte, es gefällt mir", lächelt Kathrin. Max wartet, bis der vorhin genutzte Brennaufsatz abgekühlt ist. Danach ersetzt er ihn durch einen mit feinerer Spitze. Die Temperatur testet er auf die gleiche Weise wie zuvor Vadim. Daraufhin malt Max zunaechst den leicht gewellten Stengel, von dem er mehrere spitz zulaufende, gestielte Blätter abgehen lässt. Es sieht hübsch aus, das muss auch der meist auf Sachlichkeit bedachte Vadim zugeben.

Bei der Versiegelung der Hoelzer ist wiederum die Mithilfe aller gefragt. Während der farblose Imprägnierungsanstrich trocknet, wird gemeinsam der Arbeitsplatz aufgeräumt. Max setzt die Kaffeemaschine in Betrieb, und Kathrin lässt es sich natürlich nicht nehmen, eine weitere Kostprobe ihrer Backkunst zu servieren. Genauer gesagt, handelt es sich um ein traditionelles Wiener Rezept, das spaeter vom dem ungarischen Konditor Lajos Dobos vervollkommnet und unter dem Namen Dobosschnitte bekannt wurde. 6 lockere Biskuitboeden bilden die Grundlage des köstlichen Backwerks. Die Füllung besteht aus einer Schokocreme mit leichter Vanillenote. Eine Karamelglasur kroent das feine Gebäck. "Schatz, da hast Du Dich mal wieder selbst übertroffen", lobt Max. "Und ich kann mich da nur anschließen, Kathrin, Du bist der Baking Star", schwärmt Vadim. "Wenn es OK für Dich ist, pack ich was für Nicole ein", setzt er hinzu. "Gerne", entgegnet Kathrin und reicht Vadim eine Rolle Alufolie. "Danke", sagt Vadim.

Später begutachten alle zusammen ihre Bastelarbeiten. Max spendiert einen Stoffbeutel zum Aufbewahren und Transportieren der Spielutensilien. "Vielen Dank, das ist sowohl schoen als auch praktisch", betont Vadim. Max hält im Bild fest, wie der Profitaenzer den Beutel betrachtet. Vorher hat Kathrins Freund zahlreiche weitere Momente dieses Samstagnachmittags fotografisch eingefangen. "Jetzt bin ich mal neugierig, was nächste Woche Team Düsseldorf mit seinen Hölzern anstellt", lacht Kathrin.

Fruechtetee-Ideen: https://www.paul-schrader.de/genusswelt/fruechtetee-selber-machen-aromatische-rezepte-infos/
Haferflockenkekse: https://www.einfachkochen.de/rezepte/haferflockenkekse-das-weltbeste-rezept
Geräte und Tips für Brandmalerei: https://www.heimwerker.de/brandmalkolben-test/
Dobosschnitte: https://www.gutekueche.at/dobosschnitte-rezept-6751
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BeitragVerfasst am: Do 02. Jul. 2026 23:26    Titel: Antworten mit Zitat

04. September

"Super, dass der Stadtpark in Groß-Enzersdorf abends nicht seine Tore schließt!" freut sich Lilly. "So kann ich die Anlage am Freitag mit besichtigen. Und noch wird es ja nicht allzu früh dunkel." "Valentin und ich werden auch dabeisein", postet Renata kurz darauf. "Prima!" kommentiert Lilly die Zusage der Profitaenzerin.

06. September

Evelyn berichtet: "Kathrin und ihre Eltern sind damit einverstanden, dass wir uns am Samstagnachmittag das Doubledance ansehen und dabei auch die Raeume der Tanzschule nutzen. Monika wird uns ihr Modeatelier zeigen. Kathrins Papa ist am Geburtstagswochenende leider dienstlich unterwegs. Er grüßt uns alle und wünscht uns jetzt schon mal viel Spaß." "Schade, dass er nicht dabeisein kann", findet Sarah. "Aber schön, dass wir das OK von allen dreien haben. Ich freue mich auch riesig darauf, die Tanzschule kennenzulernen!"

08. September

Renata meldet sich: "Gerade habe ich mit Vadim telefoniert und ihn einiges zum Training für die Livetour gefragt. Kathrin und er werden ja wieder die Choreos für die Gruppentaenze erarbeiten bzw. haben bereits damit begonnen. Was den Geburtstag betrifft, konnte mir Vadim mitteilen, dass Kathrin die Übernachtungen und das Essen im Ludl reserviert hat. Da geht also alles klar." "Schön", freut sich Sandy. "Ja, das finde ich auch super", betont Renata. "Und uebermorgen wird Team Düsseldorf hoffentlich eine Menge Spaß beim Basteln für Moelkky haben", setzt sie hinzu. "Da bin ich mir absolut sicher", kommt es von Sandy.

10. September

Moelkkybasteln bei den Lusins

Heute ist es endlich auch beim Team Düsseldorf soweit: Die Vorbereitungen für das Moelkkyspiel am Doppelgeburtstag stehen an. Schauplatz ist Renatas und Valentins gemeinsame Wohnung in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Das Wohnzimmer ist bereits vor Evelyns Ankunft zur Bastelstube umfunktioniert worden: Alles, was Spritzer von Farbe oder Holzsiegel abbekommen koennte, hat das Paar mit Zeitungspapier abgedeckt, welches die beiden zusätzlich mit Klebeband fixiert haben.

Bevor es in die vollen geht, begeben sich die 3 jedoch in die Küche. Dort kocht Evelyn für alle eine große Kanne Aztekenkakao, wobei sie von den Gastgebenden tatkräftig unterstützt wird. Die Blondine erhitzt Milch in einem Topf, lässt darin von ihr selbst mitgebrachte Zartbitterschokolade - die sich durch einen hohen Kakaoanteil auszeichnet - schmelzen und gibt ein kleines Stück Ingwer hinzu, den Renata zuvor von der Schale befreit hat. Ingwer haben die Lusins so gut wie immer vorrätig. Evelyn lässt das Ganze aufkochen. Zimt, Kardamom und Vanille finden sich im Gewürzschrank der Tanzprofis an und werden der Mischung zugesetzt. Evelyn vervollstaendigt mit Muskatbluete und etwas abgeriebener Orangenschale. Man könnte zum Beispiel auch noch Lebkuchengewuerz beifügen, doch das erscheint den dreien jetzt - Anfang September - noch zu weihnachtlich. 2 bis 3 Minuten koechelt die Angelegenheit nun; das reicht aus, damit die Gewürze ihr Aroma entfalten. Renata, die es gern schärfer mag, schwört auf eine Prise Cayennepfeffer im Mix. Die beiden anderen schüttelt es beim bloßen Gedanken daran. Zu einem Schlagsahnehaeubchen dagegen sagt niemand der Anwesenden Nein.

Nachdem alle ausgetrunken haben, folgen die ersten Schritte beim Anfertigen der Moelkkyhoelzer. Jeweils 2 Leute tun sich fürs Anzeichnen und Zusaegen zusammen. Je 2 Staebe bereiten Evelyn & Valentin (Team Tourdance), Renata & Evelyn (Team Crazy Girls) sowie Valentin & Renata (Team Power of love) vor. Anschließend schnappt sich jede/r ein Blatt Schleifpapier, um den Hölzern eine angenehm glatte Oberfläche zu verleihen. Danach wird es richtig bunt! Denn die DüsseldorferInnen haben sich dafür entschieden, "ihre" Spielhoelzer 7 bis 12 in den Regenbogenfarben zu bemalen. Jedes bekommt 1 Farbe. Da die Gruppe nur 6 Hölzer hat, einigen sich die 3 darauf, Dunkelblau beziehungsweise Indigo wegzulassen. Renata pinselt ein Holz rot an, Valentin ein weiteres orange. Evelyn nimmt sich ein drittes, das von ihr ein gelbes Kleid erhält. Renata wählt für das nächste Grün. Valentin streicht einen anderen Stab in einem leuchtenden Hellblau. Den letzten überzieht Evelyn mit einer lila Farbschicht.

Für dieTrocknungspausen haben unsere 3 sich überlegt, gemeinsam Waffeln zu backen. Das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, und das Ergebnis ist superlecker. Renata hat ein Grundrezept ausgesucht, das sich beliebig abwandeln lässt. In der ersten Runde soll es aber bei der klassischen Rezeptur bleiben. Während Valentin das Waffeleisen anheizt und einfettet, rühren die Damen die Zutaten für den Teig zusammen. Das sind tatsächlich wie im Kinderreim "Backe, backe, Kuchen" nur 7 Sachen. Die Masse geben die 3 im Wechsel aufs Eisen. Den Belag wählt jede selbst: Renata will es traditionell mit Puderzucker und etwas Zimt. Valentin mag Kirschkompott, Evelyn Apfelmus. Dazu gibt es wieder Evelyns leckeren Kakao. Auch das rituelle Getränk der Azteken war mit diversen Gewürzen verfeinert. Damals war es jedoch auf Grund der teuren Bestandteile Königen und anderen privilegierten Menschen vorbehalten. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.

Nachdem die Farben auf den Hölzern getrocknet sind, wird es Zeit, die abgeschrägten Seiten mit Zahlen zu versehen. Bei der Beschriftung bleiben die 3 farblich neutral: Lediglich Schwarz und Weiß kommen zum Einsatz. Mit einem feineren Pinsel bringt Renata auf das rote Holz eine weiße 7 auf. Das grüne beschriftet sie mit einer 10, gleichfalls in Weiß. Ihr Mann übernimmt die Kennzeichnung des orangefarbenen Stabs mit einer 8 und des hellblauen mit einer 11, jeweils in Schwarz. Evelyn schließlich malt eine schwarze 9 auf das gelbe sowie eine weiße 12 auf das lila Holz.

Klar, dass auch die Beschriftung trocknen muss, bevor das Holzsiegel aufgetragen wird. In der Wartezeit wollen die 3 das Waffelgrundrezept variieren. Dazu ersetzen die Lusins Kuh- durch Mandelmilch, Butter durch Margarine sowie den Zucker durch Ahornsirup. Diesmal wirft Evelyn das Waffeleisen an. Das Resultat kann sich sehen- und vor allem schmeckenlassen. Renata verzichtet sogar ganz auf eine Füllung. "Das schmeckt schon pur toll", versichert sie. Valentin kombiniert mit Nussmus, Evelyn nimmt Himbeer-Fruchtaufstrich. Wieder reicht letztere ihren Spezialkakao dazu. "Die Azteken nannten ihn xocolatl", bemerkt sie, "und von diesem Wort leitet sich in zahlreichen Sprachen der Begriff Schokolade ab."

Die Aufschrift ist getrocknet. Nun geht es gemeinsam an die Versiegelung der Hölzer. Nachdem dieser Arbeitsgang abgeschlossen ist, wird in der Küche eine weitere Waffelversion ausprobiert. "Es muss nicht immer süß sein", unterstreicht Renata, die sich jetzt ums Waffeleisen kümmert. "Für herzhafte Waffeln braucht man eigentlich nur den Zucker und den Vanillezucker aus dem Grundrezept wegzulassen. Abrunden kann man mit frischen, gehackten Kräutern. Wir haben Petersilie, Schnittlauch, Dill und etwas Salbei genommen. Vom letztgenannten bitte nicht zuviel verwenden; es schmeckt sehr intensiv." "Dazu passt Frischkaese", schlägt Valentin vor. "Den koennen wir noch je nach Gusto aufpeppen. Mit dreierlei Pfeffer zum Beispiel, etwas Tomatenmark, Fruehlingszwiebelroellchen oder wie auch immer Ihr es mögt." Gesagt, getan. Auch die pikanten Waffeln finden großen Anklang bei unserem Dreigespann. Ein Kräutertee aus duftender Zitronenverbene, beruhigendem Hopfen sowie Himbeerblaettern und Malvenblueten ergänzt das würzige Gebäck. Die Küche wird anschließend gemeinsam aufgeräumt.

Für die fertigen Moelkkyhoelzer hat Renata eine
kleine Tasche ausgewählt. Da steht "SPORT" drauf, und eine Art Sport ist das finnische Spiel ja auch. Natürlich werden auch die Spuren der Bastelaktion von allen beseitigt. Bald sieht die Lusinsche Wohnung wieder tiptop aus. Die 3 sitzen noch eine Weile dort zusammen und unterhalten sich darüber, was man in 2 Wochen zum Doppelgeburtstag noch unternehmen koennte.

Aztekenkakao: https://homeandherbs.de/azteken-kakao-heisse-schokolade-mit-gewuerzen/

Grundrezept für (süße) Waffeln, beliebig abwandelbar in herzhafte, vegane und/oder mehlfreie Varianten. Backtips inclusive: https://www.lecker.de/waffelteig-grundrezept-84256.html

Tips für selbstgemachten Kräutertee, sehr interessant (z. B. Kopf-, Basis- und Herznote wie bei Parfums): https://der-kleine-horror-garten.de/kraeutertee-selber-machen-rezepte/
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BeitragVerfasst am: Fr 10. Jul. 2026 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

12. September

"Oanas Tanzpartner aus der 8. Staffel hat heute Geburtstag", meldet sich Sarah. "Namaste und tashi delek, Ralf la!"

14. September

Eine Frau mit vielen Gesichtern

Luca und Christina haben vor einigen Monaten begonnen, ihren Traum von einem eigenen Haus zu verwirklichen. Eine Menge Arbeit liegt bereits hinter, mindestens genausoviel jedoch vor ihnen. Wenn es die Zeit erlaubt, entspannen die beiden am Ufer des zauberhaften Thunersees, der ganz in der Nähe ihrer zukünftigen Bleibe liegt. Auch heute hat es sie dorthin gezogen, genauer gesagt, in das malerische Dörfchen Huenibach. Jetzt, in den frühen Abendstunden, ist es noch recht warm und sonnig. Team Luna hat es sich auf einer Bank direkt am Wasser gemütlich gemacht. Doch sie sind nicht allein zum Ausruhen hierher geradelt. Die 2 moechten sich für den Ausflug in den Stadtpark von Groß-Enzersdorf vorbereiten, der für Freitag nächster Woche geplant ist. Der Vorschlag, am Abend der Anreise den Hildegard-von-Bingen-Erlebnispark zu besuchen, ist schließlich von Christina gekommen. Nun recherchiert das Paar im Internet über die Benediktinerin, die weitaus mehr zu bieten hatte als ein für die damalige Zeit umfangreiches Wissen über heilkraeftige Pflanzen, deren Wirkung und Anwendung. "Sie betätigte sich zum Beispiel auch auf dem Gebiet der Theologie", merkt Luca an, "unternahm mehrere Predigtreisen durch einen großen Teil Deutschlands, aber auch nach Metz, das heute zu Frankreich gehört. Hildegard wehrte sich gegen die damals vorherrschende Auffassung, Frauen seien aus eigener Kraft nicht in der Lage, theologische Kenntnisse zu erwerben. Sie verfasste 3 theologische Hauptwerke, die sie auch selbst illustrierte: Scivias - zu Deutsch: Wisse die Wege -, dort geht es um die untrennbare Verbindung von Menschen-, Welt- und Gottesbild. Liber vitae meritorum - uebersetzt: Buch der Lebensverdienste - stellt Laster und Tugenden einander gegenüber. Und Liber divinorum operum - das Buch der göttlichen Werke - beschreibt die Schöpfungsordnung. Leib und Seele, Welt und Kirche, Natur und Gnade laegen in der Verantwortung der Menschen." "Sehr interessant, vor allem ihre ganzheitliche Weltsicht", meint Christina, "das alles wusste ich noch nicht ueber Hildegard. Dass sie Nonne war, ja. Ebenso, dass sie ein Kloster gründete und auch jahrelang leitete. Ueber ihre theologischen Schriften war mir jedoch nichts bekannt. Schatz, wusstest Du eigentlich, dass Hildegard auch eine Kollegin von Dir - also Musikerin - war? " Luca ist verblüfft. "Absolut nicht", gesteht er, "diese Seite von ihr ist mir neu." "Sie komponierte geistliche Lieder; unter anderem ist eine Sammlung mit 77 liturgischen Gesängen von ihr erhalten geblieben", erläutert seine Verlobte. "Selbst ein liturgisches Drama, also ein Theaterstück mit religiösem Inhalt, hat sie geschaffen. Es heißt Ordo virtutum, Ordnung der Tugenden. Kurze Gesänge wechseln sich darin mit gesprochenen Partien ab. Das Singspiel handelt vom Kampf um die menschliche Seele, die von anderen Seelen, von Tugenden sowie vom Teufel umworben wird", fährt Christina fort. "Was denkst Du", wendet sie sich an ihren Freund, "kann man die Kloester, in denen sie gelebt und gearbeitet hat, in der heutigen Zeit noch besichtigen?" Luca zuckt mit den Schultern. "Ich bin mir nicht sicher", bekennt er, "aber ich schlage mal nach. - Hier", ruft er wenig später. "Das Kloster Disibodenberg, in das sie mit 14 gemeinsam mit ihrer Lehrmeisterin - heute wuerde man wohl Mentorin sagen - Jutta von Sponheim und wahrscheinlich einer weiteren jungen Dame aufgenommen wurde, ist in der Reformationszeit aufgelöst worden. Jetzt existieren nur noch Ruinen davon. Auch das Kloster Rupertsberg bei Bingen, das Hildegard zwischen 1147 und 1150 gründete, gibt es nicht mehr. Es wurde leider 1632 von schwedischen Truppen zerstört." "Das war im Dreißigjaehrigen Krieg, oder?" vergewissert sich Christina.
"Genau", nickt Luca. "Die aus dem Rupertsberger Kloster - dessen Ruinen später ueberbaut wurden - vertriebenen Nonnen zogen ins Kloster Eibingen um. Reste von 5 Arkadenboegen der früheren Rupertsberger Klosterkirche sind erhalten geblieben. Vom Kloster Eibingen ist nach Auflösung und teilweisem Abbruch nur noch ein Flügel übrig. Die Klosterkirche heißt heute Pfarrkirche St. Hildegard." "Wann wurde Hildegard denn heiliggesprochen?" erkundigt sich Christina. "Das weiß man gar nicht so recht", erwidert Luca. "Es gibt eine Urkunde von 1233. Darin bestaetigen 3 Mainzer Kleriker, im Auftrag des damaligen Papstes Gregor IX. Lebenswandel, Ruf und Schriften der 1179 verstorbenen Benediktinerin überprüft und als positiv bewertet zu haben. An Hildegards Grab sollen außerdem Wunder geschehen sein. Kein Heiligsprechungsverfahren brachte ein Ergebnis. Mit der Aufnahme in das Verzeichnis der Heiligen der roemisch-katholischen Kirche 1584 koennte von einem erfolgreich abgeschlossenen Verfahren ausgegangen werden. Aber gesichert ist diese Annahme nicht. 2012 erweiterte Papst Benedikt XVI. Hildegards Verehrung auf die Weltkirche. Einige Monate darauf erhob er sie zur Kirchenlehrerin. Dies ist ein Ehrentitel für Theologinnen, Theologen und Heilige mit prägendem Einfluß auf die christliche Kirche. Unter den bisher 38 Heiligen der katholischen Kirche mit diesem Titel befinden sich neben Hildegard nur 3 weitere Frauen: Teresa von Avila, Katharina von Siena und Therese von Lisieux. Das sind erschreckend wenige. Zudem trug bis 1970 keine weibliche Person der katholischen Kirche den Titel einer Kirchenlehrerin." "Auch hier sieht man, was für ein geringer Stellenwert Frauen seitens der katholischen Kirche beigemessen wurde und zum Teil immer noch wird", resümiert Christina. "Aber lass uns lieber von den verschiedenen Formen der Würdigung Hildegards außerhalb der religiösen Welt sprechen. Eine Gattung der Malvengewaechse wird ihr zu Ehren Hildegardia genannt. Auch ein Mondkrater traegt seit 2016 ihren Namen. Die Landeszahnaerztekammer von Rheinland-Pfalz verleiht einen nach ihr benannten Publizistikpreis. Und - vielleicht für Dich von besonderem Interesse - es gibt im Departement Gesundheit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Zürich einen Hörsaal, der nach ihr heißt." "Das wusste ich alles tatsächlich noch nicht", unterstreicht Luca. "Doch es passt gut zu ihrem Wirken auf vielen Gebieten. - Christina, hast Du Lust, mit mir den wunderschönen Uferweg nach Oberhofen entlangzuwandern?" wechselt der Sänger das Thema. "Klar", stimmt die Angesprochene zu. "Unsere Räder können wir hier abschließen. Auf geht's!"

Thunersee: https://www.thunersee.ch/reiseziele/thunersee/hilterfingen-huenibach-oberhofen

Hildegard von Bingen: https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen

17. September

Frühstückstalk im Badischen

"Also die Blaubeerpancakes schmecken ja wirklich köstlich hier", Marius-Andrei ist von der süß-fruchtigen Leckerei begeistert. "Liebling", wendet er sich an seine Freundin und Tanzpartnerin Khrystyna, "reichst Du mir bitte mal den Ahornsirup?" "Hier, bitte", letztere gibt Marius das Gewünschte. "Zu meiner Bircher-Bowl passt der ja auch super", betont sie. Es ist Samstag, kurz nach 10 Uhr. Das Profipaar hat sich mit seinen KollegInnen Regina, Sergiu, Marta und Pavel zum Frühstück im "Kaffee und Brot" verabredet. Doch beim gemeinsamen Ausprobieren der schmackhaften Angebote in dem gemütlichen Karlsruher Café soll es nicht bleiben. Vielmehr wollen die 6 auch über den Doppelgeburtstag in genau einer Woche reden. Da gibt es einiges zu organisieren. Fest steht bereits, dass Regina am Freitagmorgen um etwa 9 Uhr Pavel von zu Hause abholen wird und etwa eine halbe Stunde spaeter Marta, die nicht so weit entfernt von ihrem Tanzpartner wohnt. "Vorher bringe ich Lenn noch in die Kita. Khrystyna, Marius, Ihr denkt bitte daran, den Kleinen um 16 Uhr dort abzuholen, ja? Sergiu wird ja um diese Zeit bereits beim Kaderlehrgang sein." Khrystyna sieht von ihrem Müsli - einer durch Haselnüsse, Leinsamen, Kokosflocken und Rosinen ergänzten Variation des Schweizer Originals - auf und nickt. Marius signalisiert mit thumb up ebenfalls sein OK. "Gut", "meint Regina. "Im Moment guckt ja Stella nach ihm." Stella, das ist Eveline Ishchenkos Spitzname. Die mehrfache Jugendmeisterin ist Mitglied beim Schwarz-Weiß-Tanzclub und wird dort unter anderem von Sergiu trainiert. "Lenn ist seit ein paar Wochen davon begeistert, Häuser und vieles andere aus Kartons und ähnlichen Verpackungen zu bauen. Die beklebt und bemalt er kunterbunt. Er hat echt Talent und Phantasie. Langsam waechst bei ihm im Zimmer eine richtige kleine Stadt heran", berichtet der stolze Papa. "Natürlich hat er zuerst an eine Tanzschule gedacht", fügt er schmunzelnd hinzu. "Und an ein Fußballstadion", lacht Regina. "Doch Rathaus, Kita, Post und Bahnhof sind auch schon dazugekommen", zählt ihr Mann auf. "Einen Park mit vielen Bäumen, Baenken zum Ausruhen, einem Spielplatz und sogar einem Springbrunnen gibt es ebenfalls", schwaermt Regina. "Das klingt ja toll", findet Marius, "mal gucken, was Eurem Sohn noch so einfällt." "Das Stadion kann auch zur Konzertarena umfunktioniert werden", erläutert Sergiu, "da wird dann zum Beispiel mal Tante Kerstin auftreten, wie Lenn Reginas Tanzpartnerin von 2019 nennt. Er mag sie und Karolina sehr gerne." "Als Kerstin und ich zusammen tanzten, war er ja erst 2", erzählt Regina, "aber jetzt auf Video guckt er sich unsere Taenze gern an." "Schön", freut sich Pavel, widmet sich daraufhin wieder seinem Croissant mit Butter sowie hausgemachter Erdbeermarmelade und nimmt einen Schluck Kaffee dazu. Marta guckt nachdenklich, während sie in ihrem Chai Latte ruehrt. Sie und Oezcan waren vor 3 Jahren nur 2 Wertungswochen lang dabei. Den sympathischen Comedian kannten wohl damals zu wenige; ein schlechter Tänzer ist er keinesfalls. Vielleicht bekommt er ja mal in einem Special eine 2. Chance, hofft Marta im stillen. Sie beißt von ihrem Camembertbroetchen ab und isst eine weitere Tomatenscheibe dazu. "Wenn alles glattgeht, sind wir Freitag zwischen halb fünf und fünf in Wien", rechnet Regina. "Von dort aus duerften wir keine halbe Stunde bis Gross-Enzersdorf brauchen, wo wir dann im Gasthof Ludl einchecken." "Christina", beginnt Pavel. "Ja?" meldet sich Marius' Partnerin. "Sorry", schüttelt Pavel den Kopf darüber, dass er anscheinend Verwirrung gestiftet hat. "Ich meinte: Christina Luft und Luca wollen ja später noch in den Stadtpark." "Das stimmt, Marta und ich moechten gern mit und ein paar andere ebenso", lächelt Regina. "Da gibt es einen Kraeutergarten nach mittelalterlichem Vorbild - mit Pflanzen, wie sie schon Hildegard von Bingen beschrieb und anwendete", erläutert sie mit Blick auf Khrystyna und Marius. "Ja, das würde mich auch interessieren", meldet sich Pavel, "nur moechte ich nach der langen Fahrt lieber Kraft für Samstag tanken." "Malika und Zsolt, die aus Bremen anreisen, haben sich auch so entschieden", bemerkt Regina, die nur noch etwa die Hälfte ihres Strammen Brotes auf dem Teller hat. Die Spezialität des Hauses ist offensichtlich von der bekannteren Speise Strammer Max inspiriert: Selbstgebackenes Brot wird mit Butter, Schinken, Gouda, Spiegelei und einer Essiggurke kombiniert. Dazu trinkt die Magic-Dance-Betreiberin eine erfrischende Apfelschorle. "Deine Veranstaltung dauert bis Sonntagabend, nicht wahr?" wendet sich Khrystyna an Sergiu, der zum Frühstück ein Avocadobrot mit Hummus, schwarzem Sesam, einem Koernermix und einer Spur Chili gewählt hat. "So ist es", bestätigt dieser. "OK, dann bleibt Lenn insgesamt 3 Tage bei uns, so lange wie vorher noch nie", stellt Marius fest. "Aber das packen wir beide schon", setzt er zuversichtlich hinzu.

Kaffee & Brot: https://www.kaffee-und-brot.de/

offener Kaderlehrgang des Tanzsportverbands Baden-Württemberg: https://www.tbw.de/home/news/details/news/offenes-tbw-camp-latein-mit-top-trainern

19. September

"Liebe Evelyn, einen wunderschönen guten Morgen! Ich wünsche Dir alles Gute zum Geburtstag! Bleib so ein fröhlicher, herzlicher Mensch, und natürlich ist Gesundheit ganz, ganz wichtig!" gratuliert Renata der früheren LD-Teilnehmerin. "Vielen lieben Dank!" postet das Geburtstagskind zurück. "Das hast Du so süß geschrieben." Später schließen sich die anderen Renatas Glückwünschen an, und Evelyn bedankt sich bei jeder einzelnen. "Ich freue mich so doll auf das Wochenende!" unterstreicht sie. "Das wird sicher ein mega Doppelgeburtstag!"

20. September

"Mariia und ich freuen uns auch riesig auf die Geburtstagsfeier!" meldet sich Jekaterina. "Und ich habe noch einen Fernsehtip für alle, die es interessiert: Die Serie 'Der. Schiffsarzt', die ja eigentlich schon im Juni auf Sendung gehen sollte, wird ab heute ausgestrahlt. Die ersten 3 Folgen könnt Ihr heute ab 20.15 Uhr auf RTL sehen. Im ganzen dauert das bis 23.15 Uhr. Das ist lange. Aber Ihr könnt es ja auch aufnehmen oder nachgucken."

21. September

"Also da hast Du damals, als Du uns die Serie vorgestellt hast, wirklich nicht übertrieben, Jekaterina. Moritz hat gute taenzerische Voraussetzungen", bestätigt Sarah die Einschätzung ihrer Kollegin. "Danke!" schreibt diese. "Nur für LD ist er wahrscheinlich noch nicht bekannt genug." "Ja, schade. Aber in ein paar Jahren vielleicht? Mit 1,90 m würde er perfekt zu Dir passen. Dass Promis ihre Profis bereits kennen, scheint ja kein Hinderungsgrund mehr zu sein, siehe Michelle oder auch Nazan", bemerkt Sarah. "Ansonsten könnte er zum Beispiel auch mit Renata tanzen", schlägt Jekaterina vor, "oder mit Isabel."
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BeitragVerfasst am: Fr 10. Jul. 2026 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

23. September

Gasthof Ludl, Groß-Enzersdorf, am Tag vor dem Doppelgeburtstag

Gegen 17.15 Uhr checken Malika und Zsolt ein. Ihr Zug ist pünktlich in Bremen gestartet und hat auch rechtzeitig Wiens Hauptbahnhof erreicht. Von dort hat die Straßenbahnlinie D die beiden zum U-Bahnhof Schottentor gebracht. Danach sind sie mit der Linie 1 des gleichen Verkehrsmittels bis zum Schottenring gefahren - ebenfalls ohne Verzögerung. Lediglich die Anschluß-U-Bahn vom Schottenring nach Gross-Enzersdorf hat sich um einige Minuten verspätet. Nun bezieht das Paar eines der komfortablen Doppelzimmer, in dem helle Farben dominieren. Das geräumige Bett ist aus naturbelassenem Holz gefertigt. Die warmen Gelb- und Brauntoene des Parkettfussbodens wiederholen sich teilweise in den Farben der zarten, duftigen Vorhänge. Das Fenster gibt den Blick ins Grüne frei. Flachbildfernseher und Gratis-WLAN zählen zu den modernen Annehmlichkeiten. Ein antik anmutender Kronleuchter komplettiert die Einrichtung des Raums, in dem sich Historie und Gegenwart ein Stelldichein geben. Die Duschkabine im weiß gefliesten Bad wird zuerst von Zsolt, später von Malika ausprobiert.

Erfrischt und umgezogen spazieren die beiden durch den Gastgarten, wo sie auf ein wohlbekanntes Gesicht treffen. "Hi Marta", ruft Malika der Kollegin zu, und auch Zsolt begrüßt die Karlsruherin mit einem freundlichen Lächeln. "Schön, dass Ihr da seid!" freut sich Marta. Erklärend fügt sie hinzu: "Pavel isst mit Christina und Luca im Gewölbe, das ist ein kleinerer Gastraum. Regina macht sich noch frisch und kommt dann ebenfalls nach unten. Garten oder Gewölbe, das wusste sie noch nicht so genau. Das Wetter laedt ja zum Draußensitzen ein. - Hallo Lilly, cool, anscheinend hat alles geklappt mit Deinem Flug?" "Ja", strahlt die Angesprochene und schüttelt Marta die Hand. Anschließend winkt sie dem Bremer Paar zu, das sich gerade beim gemeinsamen Lesen der Speisekarte unterhaelt. Als die Bedienung kommt, bestellt Malika für sich Ziegenkäse mit Feigen und Salat, verfeinert mit einem Dressing aus Himbeeressig und Waldbluetenhonig. Dazu gibt es ein paar Scheiben Toast. Ihr Freund wählt ein Brioche Bun mit 2 Bio-Beef-Patties, Rucola, Jalapeños, geschmolzenem Cheddar, Kalbsbacon, Röstzwiebeln und Barbecue-Sauce. Lilly überlegt, ob sie ihr Beef Tatar mit Avocado-Limetten-Yuzu-Creme (bei der Yuzu handelt es sich um eine Kreuzung zweier Zitrusfruchtsorten, die aus Zentralchina stammt, seit mehr als 1000 Jahren in Japan kultiviert wird und geschmacklich an einen Mix aus Zitrone, Mandarine und Grapefruit erinnert) und Buttertoast oder mit Roestzwiebelmayonnaise, knusprigen Kapern, Schnittlauchbutter und handgemachtem Wachauer genießen soll. Sie vermutet zwar, dass es sich beim besagten Wachauer um Brot handelt, ist sich jedoch nicht sicher, was typisch für dieses Gebäck ist. Deshalb fragt sie den Kellner. Dieser entgegnet: "Ja, Wachauer ist eine Brotspezialitaet, hergestellt aus Weizen- und Roggenmehl. Es wird mit kreisförmigen Bewegungen auf einem Leinentuch geformt. Dadurch entsteht eine rissige Oberfläche. Der hohe Krustenanteil sorgt für einen kräftigen Geschmack." Diese Erlaeuterungen haben Lilly neugierig gemacht, und so entschließt sie sich, die Variante mit der Roestzwiebelmayonnaise - und damit auch das ihr noch unbekannte Backwerk namens Wachauer - zu testen. Marta nimmt eine Suppe aus Rindfleisch, Gemüse und Frittaten. Hinter dem letzteren Begriff verbergen sich in duenne Streifen geschnittene Eierkuchen, die gern als Suppeneinlage verwendet werden.

Inzwischen hat sich auch Regina nach unten begeben. Sie zieht das Gewölbe dem Garten vor. Team Luna ist wohl wieder ins Zimmer zurückgekehrt. Regina fragt Pavel, ob sie sich zu ihm setzen kann. Martas Tanzpartner bejaht. Er hat seinen geräucherten Lachs mit Kren - das ist Meerrettich -, Butter und Baguette bereits aufgegessen und gönnt sich nun eine Weißweinschorle. Marta ist jetzt ebenfalls im Gewölbe eingetroffen und ordert einen Kirschsaft. "Was hast Du Dir denn bestellt, Regina?" moechte sie wissen. "Ein traditionelles Fladenbrot namens Lepinja mit dicker Sahne - Kajmak genannt - und Eiern", erwidert ihre in Kirgisien geborene Kollegin. "Das ist lustig", grinst Marta, "Sahne heißt auf Tuerkisch auch kaymak. Ich habe ein paar Woerter in dieser Sprache bei Oezcan aufgeschnappt." Mit ihrem ehemaligen LD-Partner verbindet sie noch immer eine enge Freundschaft. "Viele Sprachen sind miteinander verwandt", wirft Pavel ein, "woher kommt Lepinja denn ursprünglich?" Er beantwortet sich die Frage nach einem Blick ins Internet selbst: "Aus der Balkanregion. Man kann die Herkunft dieses luftigen Gebaecks gar nicht an einem bestimmten Land festmachen. Oft wird es als bosnische Spezialität eingeordnet, doch es ist auf dem gesamten Balkan beliebt." "Gehören denn Bosnisch und Türkisch zur gleichen Sprachfamilie?" erkundigt sich Regina. Pavel schlägt nach und liest: "Ja, und zwar zur suedslawischen. Also Türkisch haette ich wirklich nicht mit Slawisch in Verbindung gebracht", staunt er. "Und in der bosnischen Sprache finden sich Lehnwoerter aus dem Türkischen. Kajmak ist offenbar eines davon."
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plejadengirl



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BeitragVerfasst am: Sa 18. Jul. 2026 0:56    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist etwa 17.30 Uhr. Gerade ist ein fröhliches Quintett im Gasthof angekommen: Renata und Valentin, dazu Evelyn - die von allen herzliche Glückwünsche nachträglich bekommt - mit ihrem Bruder Tomek sowie Sarah. Marta und Pavel haben sich zu diesem Zeitpunkt bereits wieder in ihr gemeinsames Zimmer begeben. Regina sucht ihr Dreibettzimmer auf, in dem sie allerdings momentan noch allein ist.
Ebenso ist Lilly nach oben gegangen; sie teilt sich ein weiteres Zweierzimmer mit Sarah. Die gebürtige Gelsenkirchenerin ist mit dem Einchecken fertig und betritt soeben ihr Domizil auf Zeit. Dort begrüßen die beiden einander herzlich. Die Frage "Bett oder Couch?" ist rasch entschieden: Sarah laesst sich sogleich auf das hellbraune Polstermöbel fallen. Neben Lillys Bett steht ein Nachttischchen - aus hellem Holz wie die Schlafstatt -, darauf eine Lampe mit zylindrischem Schirm. Bei den Fenstervorhaengen wechseln sich beigefarbene und dunkelbraune Laengsstreifen ab. Die Mädels gehen einige Zeit spaeter hinunter und werfen zunaechst einen Blick in die Weinlaube. Eine Schautafel im Inneren des gemütlichen Gastraums gibt Auskunft darüber, dass dieses Gebäude früher das Wächterhaus am Wassertor gewesen ist und zu den ältesten Bauten von Groß-Enzersdorf zählt. 1991 wurde es durch die Familie Ludl zu dem umgebaut, was es heute ist. Doch die Girls möchten heute Abend lieber ins Gewölbe. Lilly kehrt auf eine hausgemachte Beerenlimonade dort ein. Ihre Zimmergenossin will Kürbis-Zucchini-Ricotta-Ravioli mit gerösteten Kürbiskernen probieren und genießt einen alkoholfreien Malztrunk dazu. Die beiden haben sich zu Luca und Christina sowie Malika und Zsolt an einen langen Tisch gesetzt. Team Luna schwärmt gerade von der großen, leckeren Rokko-Pizza, die es sich vorhin geteilt hat. "Sie war mit Büffelmozzarella, Rucola, Cherrytomaten und Prosciutto belegt sowie mit Pesto und Aceto balsamico geschmacklich abgerundet", zählt Luca auf. "Du könntest Kochbücher schreiben", neckt Christina ihren Freund. "Werde ich bestimmt irgendwann auch", grinst dieser. "Und natürlich konntest Du es mal wieder nicht lassen, extra Parmesan dazu zu nehmen, Schatz", lacht Christina. "Das wundert inzwischen niemanden mehr", flachst Malika.

Im Garten widmen sich ungefähr zur gleichen Zeit das Ehepaar Lusin und die Geschwister Burdecki ihrem Abendessen. Während Renata sich einen Geflügelsalat mit Curry und Fruechten munden laesst, liebt es ihr Mann auch zu spaeterer Stunde süß: Auf seinem Teller liegen 2 Palatschinken - also Eierkuchen - mit Schokosauce und Schlagobers, auf Hochdeutsch Schlagsahne. Spätzle mit frischen Pilzen der Saison, dazu Sahnesauce und eine Kräutermischung, schmecken Tomek. Seine Schwester hat sich ein Erdäpfel-Gemüse-Gratin mit Tomatensauce ausgesucht. Dass Erdaepfel nichts anderes als Kartoffeln sind, dürfte sich inzwischen auch außerhalb südlicher Gefilde herumgesprochen haben.

"Hi, alle, die zum Stadtpark mitgehen moechten, treffen sich bitte 20 Uhr an der Rezeption", schreibt Christina die anderen Mitreisenden an. Die Lusins sind die ersten, die Team Lunas Bitte nachkommen. Regina und Marta folgen ein paar Minuten darauf. "Nun fehlt bloß noch Lilly", stellt Valentin fest. "Da ist sie ja!" ruft Luca, als sich diese am Empfang einfindet. "Und Sandy ist angekommen", fügt Regina hinzu und winkt aufgeregt ihrer Mitbewohnerin, "noch ein Engel für Sergiu!"

"Im Mittelpunkt des Groß-Enzersdorfer Stadtparks steht eine der meiner Meinung nach faszinierendsten Persönlichkeiten des Mittelalters, nämlich Hildegard von Bingen", leitet Christina den kleinen Rundgang durch die Anlage mit aromatisch duftenden Kräutern, Sträuchern und Bäumen sowie einigen Hochbeeten, in denen Gemüsearten von Roter Bete bis Spinat gedeihen, ein. Genusszonen sind besonders gekennzeichnet. So hat man beispielsweise die Gelegenheit, Rauke - lange Zeit nicht beachtet und inzwischen als Rucola wieder in aller Munde - oder Feldsalat zu probieren. Fruechtefans koennen leckere Monatserdbeeren naschen. In der jetzigen Zeit fast in Vergessenheit geratene Gewächse wechseln sich mit Pflanzen ab, die nahezu alle von uns aus dem täglichen Leben kennen. "Die Nonne, die dem Orden der Benediktinerinnen angehörte, lebte von 1098 bis 1179 und machte sich auf verschiedenen Gebieten von Wissenschaft und Kultur einen Namen", erzählt Luca. "Hildegard verfasste Bücher ueber den Zusammenhang zwischen Gott, Welt und Natur sowie über den Platz, den wir in diesem Gefüge einnehmen. Sie beschrieb darin den Menschen als ein Wesen, das gleichberechtigt und gleichwertig gegenüber allem anderen ist - nicht als 'Krone der Schöpfung'. Diese Werke versah sie selbst mit anschaulichen Illustrationen, die ihren Standpunkt verdeutlichten", faehrt Christina fort. "Mit ihren Ansichten, die für die damalige Zeit und in der westlichen Welt sehr fortschrittlich waren, machte sie sich sicherlich nicht nur Freunde", vermutet Renata. "Genau so ist es", bekräftigt Luca. "Ihre Positionen, vor allem zu religiösen und politischen Themen, waren aeusserst umstritten. Schon allein die Tatsache, dass jemand gegen das Weltbild der Kirche oder Teile davon rebellierte, stieß nicht überall auf Zustimmung. Hinzu kam, dass diese Gedanken - Hildegard selbst betonte immer wieder, dass sie ihren Ursprung in eigenen Visionen hatten - von einer Frau geäußert wurden. Das war damals nicht nur zahlreichen Kirchenvertretern ein Dorn im Auge." "Zum Glück gab es auch Menschen, die sie unterstützten. Darunter befanden sich selbst solche aus dem religiösen Umfeld, wie der Zisterzienserabt Bernhard von Clairvaux und sogar Papst Eugen III., durch die sie zum Aufschreiben ihrer Gedanken angeregt wurde ", übernimmt Christina. "Heute ist Hildegard vor allem für ihre Verdienste um die Medizin, vor allem auf dem Gebiet der Pflanzenheilkunde, bekannt. Ihre ganzheitliche Sicht auf die Welt - und auf uns - ähnelt in vielen Punkten der, die zum Beispiel in Asien und bei den indigenen Völkern Nord- und Lateinamerikas seit Jahrtausenden gelehrt und gelebt wird. Dazu passt, finde ich, ein Ausspruch von ihr besonders gut: 'Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt. Die Seele, den Leib und die Sinne.'" "Genau, Körper, Geist und Seele sind eins und wirken aufeinander ein", bemerkt Regina, "das lehren beispielsweise auch Yoga - ob indisches oder tibetisches - und Qi Gong. Im Zentrum steht die Lebensenergie - Prana oder Qi -, die alles durchfliesst." "Hildegard gründete und leitete 2 Benediktinerinnenkloester", setzt Luca fort. "Dabei griffen ihr adlige Familien wie etwa die des Pfalzgrafen Hermann von Stahleck, der Bischof von Mainz - mal einer der wenigen Geistlichen, die sie in ihren Ansichten unterstützten, obwohl diese der damaligen Position des Klerus oft widersprachen - und nicht zuletzt ihre eigene Verwandtschaft hilfreich unter die Arme." "Sie konnte gut mit Konflikten umgehen und suchte bei Kontroversen stets nach etwas, was Menschen trotz gegensätzlicher Auffassungen verband", betont Christina. "Da bewundere ich sie", erkennt Lilly an, "diese Fähigkeit ist nicht jedem Menschen gegeben, mir beispielsweise auch nicht." "Was ihr Wissen über Pflanzenheilkunde angeht, sollte man bedenken, dass vieles davon vom heutigen Stand der Wissenschaft abweicht", geht Luca zu einem anderen Thema ueber. "So schrieb sie manchen Kräutern oder Fruechten Wirkungen zu, für die es - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt - keinen wissenschaftlichen Beweis gibt. In anderen Fällen traf sie den Nagel auf den Kopf. Den bitteren Saft des Andorns empfahl sie zum Beispiel zur Linderung von Halsschmerzen und Husten. Heute weiß man, dass die Pflanze tatsächlich bei Erkältungen hilfreich sein kann." "Ja, und Fenchel wirkt bei Verdauungsbeschwerden; auch diese mittlerweile gesicherte Erkenntnis erwähnte sie in ihren Werken", erläutert Christina. "Doch beim Holunder beispielsweise irrte sie sich nach heutigem Stand der Medizin", setzt ihr Freund dagegen, "in diesem sah sie ein Mittel gegen Gelbsucht. Wissenschaftlich nachgewiesen ist bisher nur seine Wirkung gegen Erkältungen." "Mama kochte mir Holundersuppe, wenn ich Schnupfen oder Husten hatte", erinnert sich Marta an ihre Kindheit. "Die schmeckte wunderbar, waermte herrlich und half mir, schnell wieder gesund zu werden." "Hildegard beschrieb auch die Koenigskerze als Heilmittel gegen Heiserkeit", merkt Christina an. "Deren Wirksamkeit gegen Erkältungen ist inzwischen nachgewiesen." "Zuweilen deutete sie in Pflanzen mystische Kräfte hinein", wirft Luca ein. "So sollte ihrer Meinung nach Lavendel boese Geister erschrecken und schlechte Gedanken vertreiben. Immerhin wirkt das duftende Kraut nach heutigem Kenntnisstand der Medizin Erschöpfung und Schlaflosigkeit entgegen." "Minze tue dem Magen gut, behauptete Hildegard und hatte damit recht: In der Tat können mit dem Extrakt der Pflanze, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist, Verdauungsstörungen kuriert werden", kommt es von Christina. "Bei Hautproblemen, speziell bei Entzündungen, werden unter anderem die Blätter des Walnussbaums eingesetzt. Von der heilenden Wirkung dieser Pflanze bei derartigen Beschwerden war bereits Hildegard überzeugt" , schildert Luca. "Doch den Weißdorn verkannte sie, verglich ihn sogar mit einem Unkraut", schüttelt Christina den Kopf. "Er besitze keine richtige Wärme und somit keine heilende Kraft. Dabei ist seine herzstaerkende Wirkung inzwischen gesichert." "Und von Unkraut sollte man sowieso nicht mehr sprechen", findet Valentin. "Denn jede Pflanze hat ihre Berechtigung und Bedeutung." "Das stimmt", bestätigt Luca, "ich bevorzuge inzwischen auch den Begriff Wildkraeuter. Übrigens verzichtet ganz Groß-Enzersdorf als Natur-im-Garten-Gemeinde erfreulicherweise auf den Einsatz von Herbiziden. Ein kleiner Hinweis noch zu unserer Mini-Exkursion in die Welt von Hildegards Pflanzen: Wenn Ihr Krankheiten oder deren Anzeichen damit bekämpfen möchtet, ist es empfehlenswert, vorher medizinischen Rat einzuholen. Die Anwendung von Heilpflanzen ersetzt keine ärztliche oder heilpraktische Behandlung, sondern kann diese höchstens unterstützen und ergänzen. Merci Euch allen für Euer Interesse und Eure Aufmerksamkeit!" schließt der Sänger. "Und danke Dir und Christina für die interessanten Infos hier beim Parkrundgang!" sagt Regina stellvertretend für alle.

Gegen 22 Uhr sind die AusflüglerInnen zurück im Gasthof. Marta, Renata und Valentin möchten noch einmal ins Gewölbe, um etwas zu trinken. Dort treffen sie auf Jekaterina und Mariia." Hallo Ihr", gruesst erstere, "Barbara kam kurz nach uns beiden, ist schon nach oben gegangen." Regina wollte auch hoch", informiert Renata, "genau wie Lilly und Team Luna. Morgen ist ein langer Tag. Ich denke, wir bleiben auch nicht mehr so lange, oder, Schatz?" wendet sie sich an Valentin. "Nein", erwidert dieser, "ich trinke nur noch aus, und dann koennen wir gern gehen." "Auch ich breche auf", verkündet Marta, "Pavel schläft bestimmt schon."

Nun sitzen Jekaterina und Mariia allein am Tisch. Mariia spürt ein leichtes Schwindelgefuehl. Sie hat ihr zweites Glas Prosecco geleert und nimmt sich vor, morgen nur wenig Alkohol zu konsumieren. "Katjenka, ich bewundere Dich: Wie konsequent Du bei 0-Prozent-Drinks bleibst." "Spasibo, Mascha, aber das würdest Du auch hinbekommen", ist sich die Triple-Gewinnerin sicher. 'Schön wärs', denkt Mariia. Wie immer verzichtet Jekaterina auf Alkoholisches. Zu ihren Erbsen-Feta-Bratlingen mit Joghurtdip vorhin hat sie sich ein Tonic mit einem Spritzer Zitrone ausgesucht. Und jetzt steht ein fast ausgetrunkenes Glas Minz-Limetten-Eistee - selbstgemacht vom Team des Ludl - vor ihr. Mariia selbst hat kurz nach der Anreise ein Pastinakensueppchen mit Granatapfeltopping genossen. Die Kombi hat sie anfangs für schräg gehalten, beim Essen jedoch erstaunt festgestellt, dass beides doch recht gut miteinander harmoniert.

Als Regina im Dreierzimmer eintrifft, haben sich ihre Mitbewohnerinnen bereits bettfertig gemacht, inclusive Dusche. Regina beschließt, letztere morgen früh nachzuholen. Heute wäscht sie sich nur noch und putzt sich die Zähne. Danach kuschelt sie sich neben Barbara in ihre Bettdecke. Das Model liest im Internet über Zürich nach. Dorthin, genauer gesagt zum Europäischen Kulturpreis, wird bereits kommenden Montag ihre nächste Reise gehen. Sie wird dieses Ziel nicht zum erstenmal ansteuern, dennoch gestaltet sich jeder Trip anders. Regina erhascht einen sekundenlangen Blick auf Barbaras Smartphone. "Da kannst Du morgen ja Luca Löcher in den Bauch fragen", schlägt sie vor. "Genau das werde ich auch machen", schmunzelt die gebürtige Oberpfaelzerin und legt ihr Handy beiseite. "Die Samosas im Gewölbe waren übrigens traumhaft", zeigt sich die bald zweifache Mom begeistert. "Die Bedienung ist auch einfühlsam auf meine Wünsche eingegangen. Zur Zeit mache ich um scharfe Gewürze einen Bogen; sie bekommen mir im Moment nicht. Das Kuechenteam hat für mich eine milde Mischung aus Koriander, Edelsüßpaprika, Kurkuma und Kreuzkuemmel zusammengestellt. Von Salz, Pfeffer und Ingwer haben sie jeweils nur eine Spur für den Geschmack verwendet. Und die Füllung der indischen Teigtaschen bestand aus Kartoffeln, Blumenkohl, Erbsen und nur wenig Zwiebel." "Super!" findet Sandy, die sich auf ihrer ausziehbaren Couch langgestreckt hat. "Ich wollte ja veganen Lachs auf Karottenbasis mit Wasabi. Von der extrem scharfen, grünen Meerrettichpaste mochte ich nicht so viel; das wurde mir erfüllt." "Lachs aus Karotten - schmeckt der dann auch wie echter?" zweifelt Regina. "Auf jeden Fall, sogar wie geraeucherter", versichert ihr Sandy. "Die Zugabe von Algen sorgt für einen authentischen Meeresgeschmack. Und Liquid Smoke ahmt das Raucharoma nach." "Donnerwetter!" staunt Regina. "Mädels, ich freu mich so auf morgen", setzt sie hinzu, "vor allem aufs Doubledance und natürlich auf die Party am Abend. Schöne Grüße übrigens von Sergiu; ich habe vorhin mit ihm telefoniert. Ihm und Franco geht's gut; letzterer wäre gern mal bei LD." "Das wär toll", unterstreicht Barbara, "und ueber ein Comeback von Oxana in der Staffel waere ich ebenfalls erfreut. Und wie kommt Lenn mit seinen Kurzzeit-Nannies klar?" "Prima, hat mir Khrystyna berichtet. Bloß das Schlafengehen zögert er so lange hinaus, wie es geht. Das kennen wir von ihm aber auch nicht anders", bemerkt Regina lachend. "Wahrscheinlich verhalten sich viele Kids so. In Lenns Alter war ich ähnlich", erinnert sich Barbara. "Und Therese will auch am liebsten ganz lange aufbleiben. Manchmal darf sie das dann auch." "Ich bin wie in vielem anderen da strenger mit meinen Kids", gesteht Sandy. "Oliver laesst ihnen entschieden mehr durchgehen, sicherlich auch dieses verlaengerte Wochenende wieder. Martin - Ihr wisst ja, der Dad meiner kleinen Zwillinge - griff auch mal konsequenter durch. Bis sieben hieß bis sieben, da half kein Bitte-bitte-Blick. Die Kinder sollten früh lernen, dass es Regeln gibt, an die man sich zu halten hat." "Du hast ja recht", raeumt Regina ein, "aber übertreiben darf man es damit auch nicht, finde ich." "Wie regelt Ihr das eigentlich mit dem Schulbesuch; Nayla und die großen Twins sind doch im entsprechenden Alter?" erkundigt sich Barbara bei Sandy. "Zum Glück besteht in Florida die Möglichkeit des Homeschoolings", erlaeutert diese. "An festgelegten Tagen müssen die Kids in der Schule erscheinen. Welche das sind, erfahren sie jeweils am Anfang des Schuljahres. Auf diese Weise können wir ziemlich gut planen, wann wir gemeinsam zum Beispiel nach München oder Hannover reisen."


24. September

Gegen 10 Uhr ist für unsere Mädels und Jungs das leckere Frühstück im Gasthof beendet. Inzwischen sind auch Kathrin, Max, Nicole und Vadim dort eingetroffen. Sowohl Kathrin als auch Evelyn bekommen zuerst mal ein vielstimmiges Geburtstagsstaendchen und Glückwuensche. Selbst die Bedienung beteiligt sich an beidem. "Vielen lieben Dank", ruft Kathrin in die Runde, und auch von Evelyn gibt es ein: "Danke schööön! Ihr seid ja echt süß." Anschließend findet sich die Festgesellschaft im Gastgarten zusammen, um den weiteren Verlauf des Tages zu klären. Kathrin ergreift sogleich die Initiative und verkündet: "Wir haben uns überlegt, dass wir uns für den Vormittag aufteilen. Eine Gruppe fährt mit meinem weltbesten Tanzpartner Vadim...". "Danke", kommt es vom so Gelobten. Kathrin fährt fort: "... und mit Nicole per Bus zum Naturtraumraum Muehlleiten. Bis dorthin sind es von hier aus etwa 4 Kilometer." "Ja, und der Rest schließt sich meinem Mit-Geburtstagskind und Max an", übernimmt Evelyn, "und wandert zur Pfarrkirche sowie zum", sie wirft einen kurzen Blick auf den Notizblock ihres Smartphones, "Tabernakelbildstock. Was für ein schwieriges Wort", gibt sie zu; einige nicken und kichern. "Beides befindet sich im Groß-Enzersdorfer Ortsteil Franzensdorf", fügt Evelyn hinzu. "Wer lieber im Ludl bleiben möchte, kann dies natürlich tun. Zu Mittag essen wir dann wieder hier im Gasthof." "Ihr müsst dazu nicht alle gleichzeitig dasein ", erklärt Kathrin noch. "Es wäre allerdings super, wenn wir uns kurz vor 13 Uhr noch mal treffen könnten, um ein paar Dinge für den Nachmittag zu besprechen." Die Gruppen finden sich rasch zusammen: Während Jekaterina, Mariia, Marta, Pavel, Sandy, Sarah, Valentin und Renata sich für den Naturtraumraum entscheiden, möchten alle anderen Kirche und Bildstock besichtigen. Die letzteren versammelt Kathrin sogleich um sich. Max sitzt noch an einem der bunten Gartentische, winkt seiner Freundin zu: "Komme gleich!" und checkt kurz etwas auf seinem Handy. Dann hält er Wort und begibt sich zu seiner Gruppe. "Die NaturtraeumerInnen bitte zu meiner Konfetka und mir!" lässt sich Vadim vernehmen. Konfetka, das bedeutet Praline oder Bonbon und ist sein liebevoller Spitzname für Nicole. Bald darauf trennen sich die Wege der Gruppen für etwa 2 Stunden.

Was außer den 4 Guides noch niemand ahnt: Das Wiener Kleeblatt hat sich für den vormittaeglichen Ausflug, aber auch für den späteren Weg zu Doubledance und Stadtmauerpark, etwas Besonderes einfallen lassen: Abwechselnd werden sie von geschichtlichen Ereignissen rund um die heutige Gemeinde Groß-Enzersdorf erzählen. Die Gruppe von Kathrin und Max ist jetzt zur Franzensdorfer Pfarrkirche unterwegs. Auch hier ist es erstere, die den Anfang bei den Flashlights auf die Historie des Ortes macht: "Ihr Lieben! Begleitet Max und mich gerne auf einer spannenden Zeitreise! Wir schreiben das Jahr 1021. Auf die Bitte des Bischof Egilbert von Freising hin schenkt Kaiser Heinrich II. dem Kloster Weihenstephan die Insel Sachsengang. In der entsprechenden Urkunde werden zwei Örtlichkeiten erwähnt: Ein Teil der insule Sahsonoganc, übersetzt eben Insel Sachsengang - benannt nach dem Namen Sahso -, und ein locus Zuntinesprucca, in dem der Name Unto - auch Undo oder Undio geschrieben - enthalten ist. Das Schenkungsgebiet liegt dort, wo sich heute die Großgemeinde Gross-Enzersdorf sowie die Orte Raasdorf und Großhofen befinden." "Im Zeitraum zwischen 1076 und 1122", schildert Max, "geraten Kaiser Heinrich IV. und Papst Gregor VII. in einen heftigen Streit, der das Heilige Römische Reich in eine tiefe Krise stürzt. Durch diese wird die Königsmacht sehr geschwächt. Im Reich entstehen zwei Parteien: die kaisertreue Seite, zu der sich Bischof Meginhard von Freising bekennt, und die papsttreue Seite, an der der Babenberger Markgraf Leopold II. steht. Leopold verweist alle papstfeindlichen Würdenträger des Landes und übernimmt deren Besitz. Heinrich IV. setzt den Babenberger ab; es kommt 1082 zur Schlacht bei Mailberg. Leopold verliert diese. Das Weinviertel wird verwüstet, aber der Adel des Landes bleibt dem Markgrafen treu, und letzterer kann sich seine Position erhalten. Für Freising sind alle österreichischen Besitzungen über einige Jahrzehnte verloren gegangen." "Heinrich IV., ist das der Kaiser, der nach Canossa ging?" möchte Malika wissen. "Ganz genau", bestätigt Max. "Das tat er um den Jahreswechsel von 1076 zu 1077. Das Ziel dieses Bitt- und Bussgangs zu Papst Gregor VII. war die Aufhebung von Heinrichs Exkommunikation. Das Vorhaben des Kaisers ging schließlich auch auf. Gregor VII. hielt sich übrigens zu dieser Zeit auf der Burg Canossa auf, um die Markgraefin Mathilde von Tuszien zu besuchen." "1156 wird aus Österreich ein eigenständiges Herzogtum. Der Babenberger Heinrich II. mit dem ungewöhnlichen Beinamen Jasomirgott wird Herzog von Österreich. Kaiser Friedrich I. - besser bekannt als Barbarossa - wandelt die Marcha Austria zum Herzogtum um", das ist nun wieder Kathrin. Ihr Liebster holt die Gruppe daraufhin in die Gegenwart zurück: "Vor uns haben wir die roemisch-katholische Pfarrkirche von Franzensdorf. Sie ist dem Heiligen Josef geweiht und steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Laut einer Urkunde erfolgte die Gründung der Pfarre Franzensdorf 1784." "Und wann wurde die Kirche gebaut?" erkundigt sich Tomek. "1842", antwortet Kathrin ihm, "der Baustil lässt sich als spätklassizistisch einordnen. Was fällt Euch auf, wenn Ihr die Fassaden miteinander vergleicht?" fragt sie sodann die kleine Runde. "Die Eingangsseite ist mit mehr Ornamenten geschmückt", beschreibt Christina. "Ueber dem Portal befindet sich ein kleines, halbrundes Fenster. - Moment, solche Fenster haben die anderen Seiten aber auch. Dort sind sie jedoch einfacher gestaltet." "Richtig", bestätigt Kathrin. "Diese Fensterform erinnert an Halbmonde; man spricht deshalb auch von Lünettenfenstern. Und die Gliederung durch Pilaster und Konsolenfries weist ebenfalls nur die Westfassade - also die mit dem Eingang - auf. Die anderen Fassaden sind - wie Du bereits erkannt hast - schlichter gehalten. Ueber dem Langhaus seht Ihr eine Flachkuppel." "Und das Westportal wird von einem Dreiecksgiebel mit Fassadenturm und einem sogenannten Biedermeierhelm gekrönt", ergänzt Max. "Wer Lust hat, kann noch mit hineinkommen", laedt der Fotograf die anderen zur Besichtigung des Kircheninneren ein. "Das Bild auf dem Hochaltar - einem spaetklassizistischen Saeulenaltar - zeigt die Heilige Familie und wurde vom Barockmaler Leopold Kupelwieser 1842, also im Jahr der Kirchenerrichtung, geschaffen." "Die Figuren an den Seiten stellen ebenfalls 2 Heilige dar, und zwar Petrus und Paulus", erklärt Kathrin. "Der Seitenaltar und die Kanzel geben sich im Vergleich zum Hochaltar sachlicher." "Aber auch mit schönen Bildern darauf", meint Barbara. "Das auf dem Seitenaltar ist Jesus am Oelberg, stimmts?" vergewissert sie sich. "So ist es", bestätigt Kathrin, "gut erkannt." "Na ja, ich bin ja selbst katholisch", lächelt die Rothaarige etwas verlegen. "Die Kanzel", setzt Max fort, "stammt vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Darauf sind der Heilige Martin sowie ein weiteres Mal die Heilige Familie zu sehen." "Weiß man in diesem Fall, wer die Bilder gemalt hat?" möchte Lilly wissen. "Bei Martin ja", entgegnet Max. "Den hat - genau wie das Hochaltarbild - Leopold Kupelwieser geschaffen. Was das andere Kanzelbild, das mit der Heiligen Familie, betrifft, herrscht Uneinigkeit. Manche glauben, es handle sich um das Original von Anton Raphael Mengs. Andere halten es für denkbar, dass wir es hier mit einer Kopie zu tun haben." " Etwas später, nämlich Mitte des 19. Jahrhunderts, entstanden die Kreuzwegbilder", kommt es von Kathrin. "Schon Mitte des 17. Jahrhunderts wurde der barocke Taufstein geschaffen. Vermutlich fand er bereits in einer anderen Kirche Verwendung, bevor er hierher kam. Und die wunderschöne klassizistische Orgel baute Josef Loyp 1844 um." "Danke", sagt Zsolt im Namen aller zu Kathrin und Max, als alle die Kirche wieder verlassen. "Sehr gerne", laechelt letzterer. Kathrin geht auf das zweite Ziel des Mini-Ausflugs ein: "Den barocken Tabernakelbildstock finden wir an der Kreuzung von Breitstettner Straße und Kimmerleinsdorfer Weg. Er wurde im 18. Jahrhundert geschaffen. Kimmerleinsdorf lautet Franzensdorfs ursprünglicher Name." "Wozu dient so ein Bildstock überhaupt?" fragt Regina. Max erwidert: "Man kann ihn als religiöses Kleindenkmal betrachten, und so wie hier steht er oft an Straßen oder Wegen. Je nach Region sind dafür auch Bezeichnungen wie Marterl oder Wegstock gebraeuchlich." "Aus der Schweiz kenne ich Aehnliches unter dem Namen Helgenstoeckli, also etwa Heiligenstoecklein", meldet sich Luca. Ein paar versuchen gleich, das schweizerdeutsche Wort nachzusprechen. "Ein Bildstock kann aus Holz oder Stein gefertigt sein", erläutert Kathrin, "und zeigt als Gemälde oder Skulptur das Abbild eines oder einer Heiligen, manchmal auch eine Szene mit Heiligen. Christus am Kreuz ist als Motiv ebenfalls verbreitet." "Bildstoecke koennen Reisende dazu ermuntern, unterwegs eine kurze Pause einzulegen und zu beten", bemerkt Max. "Oder man bedankt sich am Ende der Fahrt beziehungsweise Wanderung für das Ueberstehen von Gefahren. Oft wird auch an Opfer von Unglücken erinnert. Das Niederlegen von Blumen oder das Anzuenden von Kerzen gehören zu den häufigen Handlungen beim Besuch eines Bildstocks." "Es gibt unterschiedliche Typen von Bildstoecken", betont Kathrin, "der Tabernakelpfeiler ist von diesen am häufigsten anzutreffen. Diese Form existiert bereits seit dem 14. Jahrhundert. Kennzeichnend dafür sind ein Sockel und ein meist viereckiger Schaft. Auf diesem sitzt der Tabernakel, der zum Beispiel Kerzen oder Heiligenfiguren aufnehmen kann und häufig geschmückt ist. Der Helm - also der obere Abschluß - des Tabernakels kann zum Beispiel als Pyramide, Sattel oder Zwiebel gestaltet sein. Nicht selten orientierte sich die Form des Tabernakelhelms am Stil zeitgenössischer Kirchturmhelme. Etwas abweichend in der Gestaltung ist der alpenlaendische Typ des Tabernakelpfeilers, den Ihr beispielsweise in Tirol findet." "Der Begriff Tabernakel", nimmt Max den Faden auf, "ist übrigens lateinischen Ursprungs. Er bezeichnet einen Ort in der Kirche, an dem die Hostien - im Katholizismus als Leib Christi verehrt - aufbewahrt werden. Die wörtliche Übersetzung von Tabernakel lautet Zelt oder Hütte." "Wir haben noch etwas Zeit", schätzt Kathrin nach einem Blick auf die Uhr ihres Handys ein. "Also lasst uns hier noch ein wenig verweilen. Wer mag, kann beten." Auf dem Rückweg zum Gasthof lassen sie und Max die übrigen aus ihrer Gruppe noch einmal in die Gemeindegeschichte eintauchen: "Inzwischen sind wir im Jahr 1189 angekommen", erläutert Kathrins Freund. "Herzog Leopold V. und sein Sohn Friedrich I. verzichten auf die Marchfutterabgabe, die kleine Gerichtsbarkeit und die Burgwerksabgabe. Im Original ist von 'marhreht et lantgerihte et burhwerh' Die Befreiung gilt allerdings nur für Enzersdorf, nicht für die anderen freisingischen Besitzungen. Diese Abgaben zählen zu den Vorrechten des Königs." Kathrin ergänzt: "Unter marhrecht verstand man die Haferabgabe für das kaiserliche Heer. Das Wort marh leitet sich dabei vom germanischen marko ab. Dies bedeutet Mähre, also Pferd. Die Marchfutterabgabe wurde später in Geld abgegolten." Max fügt hinzu: "Burhwerh war die Abgabe zur Erhaltung von Burgen, aber auch von Brücken und Straßen. Das Burgwerk musste lange Zeit als Frondienst - dieser Begriff kommt vom Wort für Herr, vron mit V - geleistet werden." "Und was kann man sich unter der kleinen Gerichtsbarkeit vorstellen?" erkundigt sich Zsolt. Kathrin antwortet ihm: "Lantgerihte war die niedere oder kleine Gerichtsbarkeit. Sie lag in den Händen der Vögte und später in denen des Landesherrn. Dafür musste teuer bezahlt werden. Durch den Verzicht, von dem Max gerade gesprochen hat, konnten diese Kosten eingespart werden." "1202 wird erstmals eine capelle in Enzinsdorf urkundlich erwähnt", leitet Max zur nächsten Jahreszahl über. "Und jetzt bitte alle gut festhalten; es folgt ein riesiger Zeitsprung ins Jahr
1791. Am 6.Juli landet der Franzose Jean-Pierre Francois Blanchard mit seinem Luftschiff vor den Toren der Stadt." "Damals sicher eine Sensation", vermutet Evelyn.

Die Gruppe, die zum Naturtraumraum fährt, begibt sich zunaechst zur Bushaltestelle. Auf dem Weg dorthin erfahren die Mädels und Jungs von Vadim und seiner Freundin einiges über die Ortschaft Muehlleiten. Nicole beginnt: "Genau wie bei Franzensdorf handelt es sich bei Muehlleiten um einen Ortsteil der Gemeinde Groß-Enzersdorf. Er ist der älteste besiedelte Raum in Wiens Umgebung. Südlich der heutigen Muehlleitner Straße wurden etwa 3000 Jahre alte Brandgraeber gefunden. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte jedoch erst 1265: Ein Kaufvertrag über die Insel Kleinwerd gibt als Ortssbezeichnung 'zen muelliuten' an, also 'zu den Muehlleuten'." "Und dieser Name war treffend gewählt", setzt Vadim fort. "Denn in dem Dorf wohnten überwiegend Menschen, die an der Donau Schiffsmuehlen betrieben. Floesser, die das Getreide dafür herantransportierten, machten hier Zwischenstation. Spaeter, nach dem Mahlen, brachten sie das Mehl bei Urfahr ans andere Ufer. 1803 waren noch 5 Schiffsmuehlen in Betrieb." "Für den Besuch der katholischen Filialkirche Mariahilf, die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, wird nachher leider keine Zeit mehr bleiben", bedauert Nicole. Und da biegt auch schon der Bus in die Haltestelle ein. Nach kurzer Fahrzeit ist Muehlleiten erreicht. Bevor es zum Naturtraumraum geht, zeigen die beiden Guides den anderen einen imposanten Baum mit der Inschrift " Kaiser Franz Joseph 1898 Jubiläums Eiche". Vorbei geht es auch an 2 modernen Skulpturen. Die Schnitzerei "Horch" am Jaegersteig stammt aus dem Jahr 2022 und wurde von Celina Bejska geschaffen. Ursula Csapak - eine Elementarpaedagogin und Kindergartenleiterin aus Gross-Enzersdorf - verfasste den Text dazu. Eine weitere Skulptur, im gleichen Jahr entstanden, stellt die Frage: "Nebelfrau, Waldfee oder Mutter Natur? Wer bist Du nur?" Die Worte schrieb auch hier Ursula Csapak. "Die Besonderheit dieses Kunstwerks besteht darin, dass an seiner Entstehung viele Köpfe und Hände beteiligt waren. Es handelt sich dabei nämlich um eine Gemeinschaftsarbeit von Bewohnerinnen und Bewohnern Muehlleitens", erklärt Nicole. "Der Naturtraumraum - eigentlich schreibt er sich Naturtraum mit einem eingeklammertem zweiten T - gliedert sich in einen Aktiv- und einen Ruheraum. Oder jeweils auch -traum, wie Ihr mögt", lacht Vadim. "Zum Aktivraum gehören zum Beispiel ein Kinderspielplatz und ein Fitnesspark. Hier können sich also sowohl große als auch kleine Leute spielerisch und sportlich betätigen." Sprichts und probiert gleich den Stepper im Fitnesspark aus, während Mariia, der es wieder besser geht, ein paar Klimmzüge an der Stange macht. "Auch Ballspiele sind moeglich", weist Nicole auf weitere Aktivitäten hin, "und damit auch wirklich alle die Chance haben, mit Bewegung etwas für ihre Gesunderhaltung zu tun, ist eine barrierefreie Begegnungszone eingerichtet worden." Marta und Pavel möchten es etwas ruhiger angehen lassen und testen die hölzerne Schaukel im Park. Danach erfreuen sie sich an der Bluehinsel und überlegen, welche Pflanzen aus dem Kraeuterbeet ihnen vertraut vorkommen. Jekaterina genießt den angenehmen Duft von Eukalyptus, der zusätzlich die Atemwege befreit, im Aromapavillon. Und die Lusins laufen gerade an einem Busch vorbei, aus dem das Geweih eines Rehbocks hervorlugt. Das Tier ist aus Holz gefertigt, so wie fast alle Kunstinstallationen der Anlage aus Naturmaterialien - etwa aus Weidenzweigen - bestehen. "Guck mal, Schatz, da versteckt sich sogar noch ein Kitz im Busch", macht Renata ihren Mann auf ihre Entdeckung aufmerksam. "Das hatte ich gar nicht sofort gesehen." Sandy und Sarah spazieren gemeinsam mit Nicole den Erlebnispfad entlang, an einer Beerenecke vorüber, die zum Naschen einlädt. Am Weg zeigen 10 Info-Nischen die vielfältigen Beziehungen zwischen dem Menschen und der Natur - speziell dem Donauauengebiet - auf. Im Mittelpunkt der Bienenschaukaesten steht die Bedeutung der nützlichen Insekten für uns alle.
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plejadengirl



Anmeldungsdatum: 09.04.2010
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BeitragVerfasst am: So 26. Jul. 2026 9:53    Titel: Antworten mit Zitat

Kathrins und Max' Gruppe erreicht zuerst den Gasthof. Die beiden Geburtstagskinder begeben sich gleich in den Gastgarten; das sonnige und für den beginnenden Herbst recht warme Wetter lädt dazu ein. Max schließt sich seiner Freundin an, die gerade mit Vadim telefoniert. Tomek und Evelyn setzen sich mit Malika und Zsolt an einen roten Tisch. "Barbara ist in ihrem Zimmer; sie kommt später runter", lässt Malika die anderen wissen. "Ist alles in Ordnung mit ihr?" fragt Evelyn ein wenig erschrocken. "Klar", beruhigt Zsolt die Blondine, "sie wollte sich nur für eine halbe Stunde hinlegen. Regina ist mit ihr nach oben gegangen." "Dann ist es ja OK", atmet Evelyn auf. Kathrin hat ihr Telefonat beendet und ruft: "Vadims Gruppe ist noch mit dem Bus unterwegs. Es dauert vielleicht noch 10 Minuten." Sie und Max haben jetzt an einem grünen Tisch Platz genommen und ueberfliegen gemeinsam die Speisekarte. Kurz darauf stoßen Christina und Luca, die vorher noch in ihrem Zimmer gewesen sind, zu dem Paar aus Wien. Lilly folgt noch ein wenig später und steuert auf den roten Tisch zu. "Hast Du Dich schon entschieden?" erkundigt sich Zsolt gerade bei Malika. "Hm, noch nicht ganz", gesteht diese. "Doch das mit den vegetarischen Tacos klingt gut. Mit Bohnenmus, Gemuese, Cheddar, Limetten... Da finde ich nur den Parmesan nicht besonders passend." "Parmesan zu mir, bitte", toent es vom grünen Tisch herüber. "Luca", lacht Malika, "darauf haette ich eigentlich auch selbst kommen können." "Ich probiere mal echtes Wiener Schnitzel mit Petersilienkartoffeln, Blumenkohl und Gurkensalat", meint Zsolt. "Was heisst echtes? Gibt es falsches auch?" fragt Tomek leicht verwirrt. "Falsches nicht", schmunzelt Zsolt, "doch originales Wiener Schnitzel muss vom Kalb stammen. Es existieren Abwandlungen mit Schweine-, Hähnchen- oder Putenfleisch sowie auch pflanzliche Varianten dieses Gerichts, die sicherlich genauso lecker sind. Jedoch dürfen diese nur als Schnitzel Wiener Art angeboten werden - so wie das Sellerieschnitzel, das sich Deine Schwester soeben bestellt hat", erläutert der Bremer Profitaenzer. "Aha, das wusste ich nicht, danke", entgegnet Tomek und laesst sich sein veganes Linsenragout schmecken. Lilly isst Thymianknoedel mit Schwammerlsauce. Ueber das Wort Schwammerl muss sie immer noch lachen, obwohl ihr spätestens seit ihrer LD-Teilnahme bekannt ist, dass sich dahinter Pilze verbergen. Willi hatte doch damals - 8 Jahre ist das bereits her! - so einen Spruch gegenüber Tanja losgelassen, in dem der Ausdruck Schwammerl vorkam.

"Die TraumtaenzerInnen sind da", verkündet Evelyn in ihrer lauten Weise; sie hat als erstes ihren Tourtanzpartner Valentin und dessen Frau entdeckt. "NaturtraeumerInnen hat uns Vadimchik genannt", korrigiert Nicole, die kurz danach im Garten erscheint, freundlich. "Aber TraumtaenzerInnen passt genauso gut", findet Vadim. "Wir sind alle gleich vom Bus aus hierhergekommen", berichtet Pavel. "Barbara und Regina sind oben, müssten gleich hiersein", informiert Zsolt Sandy, die Zimmergenossin der beiden Erwaehnten. "OK", nickt diese und setzt sich nach kurzer Verständigung zu Kathrin, Max und Team Luna. Renata und Valentin wählen einen pinkfarbenen Tisch; Mariia und Jekaterina folgen dem Beispiel der Eheleute. Sandy amüsiert sich ueber Lucas scheinbar unstillbaren Appetit. Der Musiker hat einen Doppelburger geordert, welcher aus je einem Rindfleischpatty und einem Mac-and-Cheese-Bratling besteht. Dazu gibt's noch mal extra Cheddar, Kartoffelchips sowie Bacon und Röstzwiebeln. Komplettiert wird der XXL-Burger mit zweierlei Saucen, nämlich heißer Cheddar-Sauce und warmer Hollandaise. Auch Malikas Parmesan ist bei Christinas Freund bestens aufgehoben. Christina selbst genießt ein Reisgericht mit Lammhaxe, Rosinen, Mandeln, Pistazien, Pinienkernen und Fadennudeln. "Schmeckt super, auch die Kombi aus Nudeln und Reis", versichert sie, "aber ich denke, ich schaffe nicht alles." "Dann helfe ich Dir", scherzt Luca, oder womöglich meint er es sogar ernst. Jedenfalls sorgt er mit diesem Satz für schallendes Gelächter. Max fällt fast die Gabel in sein Rehragout mit Schupfnudeln und Preiselbeerpfirsich. Und Kathrin, die ihren Wiener Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln und Faechergurken nahezu verspeist hat, kriegt sich ebenfalls kaum ein vor Lachen.

"Was ist denn so lustig? Ich mag mitlachen", erkundigt sich eine Frauenstimme mit bayerischem Einschlag. "Barbara!" winkt Lilly ihrer Berufskollegin zu. "Und Regina, huhu!" macht sich Sandy bemerkbar, die sich Baerlauchtascherl bringen lässt. "Sorry, Leute", wendet sich Barbara an die anderen. "Ich musste mich oben eine Weile ausruhen, und danach habe ich noch mit dem Kuechenpersonal verhandelt. Denn ich hab zwar Lust auf die gefüllte fritierte Pizza mit Tomatensauce, Mozzarella, Ricotta und Basilikum, vertrage aber derzeit kein scharf gewürztes oder zu salziges Essen. Sie stellen mir eine mildere Version mit Geflügelfleischwurst statt des Schinkens und der Salami zusammen." "Das ist doch OK", unterstreicht Kathrin verständnisvoll. "Zumal Du ein Baby erwartest. Und so spät, dass wir es nicht rechtzeitig ins Doubledance schaffen, bist Du schließlich auch nicht hiergewesen." Barbara lächelt. "Komm gerne", laedt Regina ihre Mitbewohnerin an den sonnengelben Tisch ein, an dem mittlerweile auch Pavel und Marta ihre Plätze gefunden haben. Die Magic-Dance-Chefin genießt Spinatspaetzle, während Pavel Karpfenfilet aus dem Ofen mit Kraeutermantel schmaust. Marta kostet von ihrem Hackbraten, der mit gekochtem Ei und Essiggurken gefüllt ist. In der Wiener Region ist diese Speise als Stefaniebraten bekannt. "Nach welcher Stefanie das Gericht wohl benannt ist?" rätselt Regina. "Vielleicht hieß die Köchin so, die es erfunden hat", schlägt Pavel vor. "Oder es war jemand, der oder die einem geliebten Menschen zu Ehren diesen Namen gewählt hat", vermutet Barbara, deren Pizza gerade serviert wird. "Danke", strahlt die Rothaarige die Bedienung an. "Nach der LD-Drittplazierten von 2012 heißt der Braten definitiv nicht", grinst Marta, "den gibt es sicherlich schon länger unter diesem Namen." Sarah sucht sich gemeinsam mit Vadim und Nicole den lila Tisch aus, wobei Vadim - der für sich Dorschfilet mit Lauch bestellt - darauf achtet, nicht allzu weit entfernt von Kathrin zu sitzen. Nicole findet ihren Nudelsalat mit Grillgemuese, Halloumi und grünem Pesto sehr schmackhaft. Sarah überlegt eine Weile. Ihre Wahl fällt letztendlich auf die Sauerkrautpfanne mit Kürbis und Linsen. Am pinkfarbenen Tisch entscheidet sich Jekaterina für die Alt-Wiener Kartoffelsuppe mit getrockneten Steinpilzen. Maria möchte gefüllte Paprika aus dem Ofen. "Renata, Dir haben es wohl auch die Kartoffeln angetan", schmunzelt Jekaterina ueber ihre Kollegin und Landsfrau, die das Kartoffelgulasch probiert. Valentin hingegen nimmt das Karreesteak, das mit gegrillten Nektarinen sowie Schafskäse-Zucchini-Roellchen serviert wird. Nach dem Essen ergreift Evelyn das Wort: "Bitte mal kurz herhoeren! Alle, die mit zum Doubledance und in den Stadtmauerpark moechten, kommen bitte 14 Uhr zur Rezeption. Dort treffen wir uns und gehen gemeinsam los. Die Moelkky-Bastelteams denken bitte an die Hölzer und das Kreidespray. Mag jemand hierbleiben?" Niemand meldet sich. "OK, also dann bis 14 Uhr! Bis dahin koennt Ihr in Eure Zimmer gehen oder auch die Zeit hier unten verbringen, ganz wie Ihr möchtet. Danke, wir sehen uns nachher!"
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